Kinderzeitung: Telefonhilfe gegen Zeugnisstress

Telefonberatung gegen Zeugnisstress

Eine Fünf in Deutsch oder eine Sechs in Mathe – einige Schülerinnen und Schüler in Wilhelmsburg sind diese Woche mit einem miesen Gefühl nach Hause gegangen. An den Schulen wurden die Zeugnisse ausgeteilt. Manche Kinder und Jugendliche kassierten schlechte Noten und machen sich nun Sorgen. Sie haben Angst vor Stress mit ihren Eltern oder wissen nicht, wie es nach den Sommerferien weitergehen soll. Aber sie können sich Rat und Hilfe holen – zum Beispiel am Telefon. Fachleute helfen ihnen dann, mit dem Stress fertig zu werden.

„Ein Zeugnis ist wichtig, aber nicht das wichtigste im Leben“, sagt Karin Limmer. Sie leitet das Regionale Bildungs- und Beratungszentrum (abgekürzt: ReBBZ) in Wilhelmsburg. Jedes Jahr rufen dort Jungen und Mädchen an, die Stress in der Schule haben. Karin Limmer und ihre Kollegen helfen dann weiter. Sie hören sich die Sorgen der Schüler an und überlegen mit ihnen zusammen, was sie dagegen tun können.

Kurz vor den Sommerferien rufen besonders viele an, sagt Karin Limmer. Manche können kaum glauben, dass sie schlechte Noten auf dem Zeugnis haben und fühlen sich ungerecht behandelt. Andere sind mit der Schule fertig und wissen nicht, wie es weitergehen soll. Auch nach der sechsten Klasse machen sich viele Jungen und Mädchen Sorgen um die Zukunft, etwa wenn die Noten nicht fürs Gymnasium reichen. Einige haben auch Angst vor Zoff mit ihren Eltern. Dabei liegen manchmal auch die Väter und Mütter falsch, sagt Karin Limmer. „Die Erwartungen der Eltern sind nicht immer realistisch“, findet sie.

Anrufen, mailen oder vorbeikommen

Die Telefonnummer des ReBBZ in Wilhelmsburg ist 040 – 42887703. Kinder und Jugendliche, die dort anrufen, müssen ihren Namen nicht sagen, wenn sie nicht wollen. Die Berater erzählen auch nichts weiter, was ihnen anvertraut wird. Wenn die Schülerin oder der Schüler es möchte, vermitteln sie zwischen ihnen und den Eltern oder reden mit den Lehrern. Oft hilft es auch, mit Beratungslehrern zu sprechen, sagt Karin Limmer – aber nur dann, wenn die Kinder es so wollen.

Wer lieber schreiben möchte, kann den Beratern auch eine Mail schicken. Die Mailadresse lautet rebbz-wilhelmsburg@bsb.hamburg.de. „Wir antworten so schnell wir können“, verspricht Karin Limmer. Außerdem sind sie und ihre Kollegen persönlich für die Schülerinnen und Schüler da. Das Büro des ReBBZ liegt im Bildungszentrum Tor zur Welt im Gebäude A an der Ecke Krieterstraße/Thielenstraße. Es ist noch bis Freitag, 21. Juni, um 15 Uhr geöffnet. Danach sind Sommerferien – und die sollen alle genießen können, sagt Karin Limmer.

 

von Annabel Trautwein

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