Flüchtlinge protestieren am Karl-Arnold-Ring

Flüchtlinge protestieren vor Notunterkunft

Protestschilder, Sitzblockade, Klagen – vor der Flüchtlingsunterkunft in Kirchdorf-Süd gab es am Dienstagabend Zoff. Die Geflüchteten sind frustriert über die Enge in der Notaufnahmestelle, beklagen sich über einen Mangel an Duschen und Toiletten und fordern richtige Betten und wärmere Räume. Der Protest vor der alten Schule am Karl-Arnold-Ring zog nicht nur Blicke aus der Nachbarschaft an. Auch die Polizei und Verantwortliche von Fördern und Wohnen rückten aus, um die Lage in den Griff zu bekommen. Nun zeichnet sich ein Erfolg für die Flüchtlinge ab: Die Bedingungen in der Unterkunft sollen besser werden, versprach Fördern und Wohnen auf Nachfrage von WilhelmsburgOnline.de.

Vier Duschen für mehr als 180 Männer, Frauen und Kinder, zu wenig Toiletten, harte Feldbetten, kalte und überfüllte Räume, karge Kost – die Flüchtlinge in Kirchdorf-Süd zählten eine Menge Beschwerden auf. „Wir kommen aus den Zelten und dachten, hier wird es auf jeden Fall besser“, sagte einer der Protestierenden. „Nun wurden wir eines besseren belehrt.“ Die Enge in den Zimmern sei das größte Problem, erklärte der Mann. Viele der muslimischen Frauen würden von sich aus nie mit fremden Männern in einem Raum schlafen – in der Unterkunft aber müssten Männer und Frauen unterschiedlicher Herkunft und Kultur auf engstem Raum zusammenleben. Einige Musliminnen hätten seit zwei Wochen ihr Kopftuch nicht mehr abgenommen, berichten Frauen aus der Unterkunft im Gespräch mit WilhelmsburgOnline.de. Mehrere Flüchtlinge erzählten empört, in einem der Zimmer sei ein Ehepaar vor den Augen von Kindern und Frauen intim geworden. Für die Familien im Raum sei so ein Erlebnis nur schwer zu verkraften. Zoff gab es auch um das Essen. Am Montagabend reagierte einer der Flüchtlinge aggressiv, weil ihm eine Mitarbeiterin der Catering-Firma keinen Zucker-Nachschub für seinen Tee geben wollte. So berichteten es die Sicherheitsleute auf dem Gelände. Die Polizei, die die Security herbeigerufen hatte, um der Lage Herr zu werden, bestätigte den Vorfall.

Seit knapp zwei Wochen leben Flüchtlinge in der ehemaligen Schule am Karl-Arnold-Ring in der Hochhaussiedlung Kirchdorf-Süd. Das Gebäude ist eine Notunterkunft der Erstversorgung für Flüchtlinge: Nach dem Beschluss des Hamburger Senats, mit Hilfe eines Sondergesetzes so schnell wie möglich Unterkünfte zu schaffen, wurde die Schule binnen zwei Tagen leer geräumt und mit Feldbetten und Spinden für Flüchtlinge eingerichtet. Inzwischen sind mehr als 180 Menschen dort angekommen, weiterhin treffen neue Flüchtlinge ein, vorwiegend Familien mit Kindern. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Krisengebieten der Welt: Viele waren in Syrien, Palästina, Afghanistan oder im Irak zu Hause und ergriffen die Flucht vor islamistischen Terroristen. Andere sahen sich gezwungen, ihre Heimat in Bosnien, Herzegowina oder Mazedonien hinter sich zu lassen. Wieder andere flüchteten vor Krieg und Gewalt in Afrika über das Mittelmeer nach Europa.

Hamburg soll eine der letzten Stationen ihrer Flucht sein: In Erstaufnahmestellen wie dem Zeltlager an der Harburger Poststraße oder der ehemaligen Schule in Kirchdorf-Süd werden die Neuankömmlinge mit dem Nötigsten versorgt. Bis zu drei Monate dürfen die Menschen laut Gesetz in den provisorischen Sammelstellen bleiben. Danach sollen sie einen Platz in einer der Wohnunterkünfte der Stadt bekommen – wenn ihr Asylantrag anerkannt wird. Ob die Flüchtlinge in Deutschland bleiben dürfen, entscheidet nicht Hamburg, sondern das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Berlin.

Verantwortliche sind überfordert

In Hamburg ist die städtische Hilfsanstalt Fördern und Wohnen für die Versorgung von Flüchtlingen zuständig. Dafür hat sie Arbeitskräfte im Umfang von insgesamt 305 Vollzeitstellen zur Verfügung. Diese Mitarbeiter kümmern sich zum einen um die 64 Wohnunterkünfte in ganz Hamburg, in denen neben Flüchtlingen auch einheimische Wohnungslose leben und die Platz für insgesamt 10.444 Menschen bereithalten. Nach dem Beschluss des Senats kommen weitere Plätze für Flüchtlinge hinzu, um die sich Fördern und Wohnen kümmern soll. So sind zum Beispiel Notunterkünfte der Zentralen Erstaufnahme mit insgesamt 1.240 Plätzen vorgesehen, davon 300 am Karl-Arnold-Ring und 240 an der Dratelnstraße in Wilhelmsburg. Zusammengerechnet soll das Sofortprogramm der Stadt mindestens 1.500 neue Plätze schaffen. Bezirksamtsleiter Andy Grote (SPD) spricht von 2.000 Plätzen. Je nach dem, wie sich Bedarf und Ausbau der Unterkünfte entwickelt, könnten die gut 300 Vollzeitkräfte von Fördern und Wohnen also bald für etwa 1.2500 Flüchtlinge und Wohnungslose verantwortlich sein. Schon jetzt ist die städtische Institution mehr als ausgelastet, wie eine Mitarbeiterin gegenüber WilhelmsburgOnline.de deutlich machte.

Die Proteste in Kirchdorf-Süd erhöhen den Druck – doch offenbar mit Erfolg. „Die Kritikpunkte der Flüchtlinge sind alle berechtigt“, räumt Christiane Schröder von Fördern und Wohnen ein. „Die Bedingungen der Unterbringung, die wir momentan in der Unterkunft am Karl-Arnold-Ring haben, entsprechen nicht den Standards, die wir an anderen Standorten haben.“ Am Dienstagabend kamen zwei Mitarbeiter von Fördern und Wohnen zur ehemaligen Schule, um mit den Menschen vor Ort über ihre Probleme zu sprechen. Dabei stellten sie für vieles, worüber sich die Flüchtlinge beklagt hatten, schon Lösungen in Aussicht.

Kritik berechtigt, Besserung in Sicht

Nach Rücksprache mit der Innenbehörde kündigt Fördern und Wohnen nun konkrete Verbesserungen an: Die Feldbetten in der ehemaligen Schule sollen so schnell wie möglich gegen richtige Betten ausgetauscht werden. Außerdem sollen bald Kinderbetten geliefert werden, die bislang fehlten. Auch gegen die nächtliche Kälte soll etwas unternommen werden. „Da klären wir mit dem Hausmeister, wie man die Heizungsanlage entsprechend hochfahren kann“, sagt Sprecherin Christiane Schröder. Um dem Mangel an Duschen und Toiletten zu beheben, sollen weitere Sanitärcontainer auf dem Schulgelände aufgestellt werden. Künftig sollen die Flüchtlinge auch Waschmaschinen im Gebäude nutzen dürfen. Auch wollen die Verantwortlichen von Fördern und Wohnen mit der Catering-Firma sprechen. Wenn alle ihre Portion bekommen haben, soll es künftig auf Nachfrage auch Nachschub geben.

Das drängendste Problem – die Enge und der Mangel an Privatsphäre – soll gemeinsam mit den Menschen in der Unterkunft besprochen werden. „Die Kollegen haben gestern mitgenommen, dass die Einrichtung neu strukturiert werden muss“, sagt Christiane Schröder im Telefonat mit WilhelmsburgOnline.de. In Gesprächen mit den Flüchtlingen soll geklärt werden, wie die Menschen sinnvoller auf die vorhandenen Zimmer aufgeteilt werden können. „Wir orientieren uns da so weit es geht auch an den Wünschen der Bewohner“, sagt die Sprecherin. Denkbar wäre zum Beispiel, Schlafräume nur für Männer zu schaffen, in denen dann auch verheiratete Männer oder Familienväter leben.

von Annabel Trautwein

 

26 Kommentare zu Flüchtlinge protestieren am Karl-Arnold-Ring

  • Drittlandregelung  sagt:

    Welche sanitären Verhältnisse haben die Asylbewerber in ihren Heimatlaendern gehabt ? Haben die im Bericht erwähnten Roma aus Mazedonien, Bosnien-Herzogowina oder Serbien bei sich zu Hause jeden Tag in ihrem eigenen Badezimmer warm duschen können ? In welchen Zuständen leben die Hunderttausenden von syrischen Flüchtlingen in den Camps etwa entlang der türkischen Grenze ? Wissen diese Demonstranten, dass am 30.September 2014 in allen Medien zu lesen bzw, zu vernehmen war, dass die UNO die Lebensmittelrationen aller syrischen Flüchtlinge entlang der Grenzen zu Syrien und Irak auf Grund des Geldmangels um 40% mit sofortiger Wirkung kürzen musste ?

    • Marcel  sagt:

      Endlich mal einer der sich das traut das zu schreiben was schon längst die Presse mal hätte machen sollen. Ich habe selbst gesehen wie diese Flüchtlinge in ihren Heimatländern leben, in Wellblech-, Lehmhütten ohne fließend Wasser. Sanitäre Einrichtungen, Badezimmer? Die Flüchtlinge wissen nicht einmal was das ist. Nun kommen Sie hier her nach Deutschland und glauben, dass Menschenwürdiges unterbringen, ein Einzelzimmer im „Vier Jahreszeiten” bedeutet. Viele Deutsche, dazu zählen auch unsere vielen Obdachlose, haben nicht so eine Unterkunft wie die Fluchtlinge. Auch die vielen UN-Flüchtlingslager um die zahlreichen Kriesenherde sind  nur einfache Zeltstädte ohne jeden Luxus. Ich verstehe echt nicht wie die Flüchtlinge in Deutschland sich diese Frechheit rausnehmen sich über unsere Hilfe zu beschweren. Wenn es in ihnen hier nicht passt, können sie gerne gehen.

      • Anonymous  sagt:

        du bist ein Nazi für mich!!

         

    • Angela  sagt:

      Ich denke auch so, wie du …
      Ich wohne bei dem Flüchtlingslager in der Nähe, aber mal ehrlich, was haben sie erwartet. Es wartet kein 5-Sterne-Hotelzimmer (Sarkasmus) auf sie. Sie kommen nach Deutschland und denken sich bestimmt, da sie hier zu Gast sind, bzw. in „Deutschland“ sind, wäre es Luxus der auf sie wartet. Man sollte froh sein, mit dem was man hat.
      Außerdem wurde das Lager vor ihrer Ankunft auf die Schnelle errichtet. Man kann nicht verlangen, dass HH aufeinmal alles nötige herzaubern kann.
      Ich bin auch der Meinung, dass es nicht nötig ist, nur in den „bedürftigen“ Stadtteilen von HH Flüchtlige unterzubringen. Ich frage mich immer, warum sie nicht auch in den etwas reicheren Staddteilen din Flüchtlingslager unterbringen. Ich finde es nicht okay, es nur auf die „Problemviertel“ abzuschieben. Davon kriege ich das Kotzen. =_=

  • Patrick  sagt:

    Ich bin erschrocken wieviel Dummheit mir hier entgegenschlägt. NATÜRLICH sind diese Person froh, dem Krieg und dem eventuellen Tod entkommen zu sein, NATÜRLICH sind diese armen Menschen froh in Ruhe schlafen zu können und ihre Kinder in Sicherheit aufwachsen zu sehen, NATÜRLICH sind diese Menschen nach einer sehr strapazierten Reise und einigen Monaten der puren Angst und Ungewissheit froh endlich Ruhe zu haben. Nichtsdestotrotz sind die "Ansprüche" die diese Menschen stellen einfach natürlich. Nur weil Ihr irgendwelche Reportagen über Wellblechhütten gesehen habt, lebt nicht jeder Syrier/Iraker/Afghane usw. in einer Lehmhütten mit einem Erdloch als Toilette. Ich denke dass ihr dringender Hilfe benötigt als sonst jemand auf dieser Welt. Ich kann diese Menschen vertehen, dass ein Schlafen…… besonders mit/für Kinder …… in einem Raum mit 30 anderen fremden Menschen eine seelische und körperliche Belastung ist. Ebenfalls das Teilen von 4 (IN WORTEN VIER !!!!!!!) Duschen für ca. 200 Personen ist UNMENSCHLICH!!!!!!

    In Euren Augen sind es zwar nur SYRIER, IRAKER, AFGHANEN und und und…… FÜR MICH SIND ES MENSCHEN MIT ÄNGSTEN, BEDÜRFNISSEN und WÜNSCHEN…… auf oder besonders für ihre KINDER !!!! In diesem Sinne……….

     

    • Leila  sagt:

      Genau Patrick uns geht es noch gut hier im deutschland

  • Schröder Karin  sagt:

    Liebe Flüchtlinge ,Ich bin der Meinung es geht euch in Deutschland nicht schlecht und möchte euch bitten doch erst mal die Füße still zuhalten .Wir haben in Deutschland viele Obdachlose dehnen geht es noch schlechter .Die haben kein Dach über dem Kopf,kein Essen und kein Bett. Wem es hier nicht gefällt soll sich doch bitte ein anderes Land zum leben suchen.

     

    • Leila  sagt:

      liebe karin für obdachlose gibt es auch unterkunfte aber viele wollen da net hin und es gibt genug suppenküchen wo sie essen bekommen kleidung und sich duschen können .Sogar medeziniche hilfe bekommen sie ,Dan drufen sie net viel trinken dan hätten sie geld

      • dagober  sagt:

        Im Grunde ist es schon richtig, wenn man Flüchtlinge aufnimmt, dann sollten man auch für vernünftige Unterbringung sorgen.

        Allerdings sehe ich NULL Bedarf Leute aus Bosnien (ist das nicht ein EU-Beitrittskandidat?) oder Mazedonien aufnzunehmen. Ebenfalls Afghanistan dort ist der Krieg zuende, die Menschen sollen Ihr eigenes Land aufbauen.

        Bei Leuten aus Syrien oder dem Irak ist das eine ganz andere Geschichte, dort flüchtet man vor dem Krieg es geht um das nackte Überleben.

        Die Lage mit den Sanitäranlagen soll ja auch anders sein, als es hier dargestellt wird..

    • Anonymous  sagt:

      dann kümmere dich um obdachlose!

      was hat das eine mit dem andere zutun??

      aber so reden die rasisten

       

      • J.J.  sagt:

        Ich vermute,  dass Menschen, die eine eigene Meinung äußern, von Menschen mit zu wenig IQ einfach mal beleidigt werden. Nur, weil jemand darum bittet, höflich oder erst einmal dankbar für unsere deutsche Hilfe zu sein, muss man ihn nicht als (ACHTUNG!  So schreibt man das böse Wort) Rassist beschimpfen! Fehlt nur noch, dass ein Volk im eigenen Land Krieg führt!  

        LERNT DER MENSCH DENN NIE AUS KRIEGEN???? Keiner will Krieg, aber allen bekriegen sich! 

  • Drittlandregelung  sagt:

    Eine Sache muss man mir mal erklären: Jede Schule hat ausreichend sanitäre Anlagen – WCs nach Männlein und Weiblein getrennt, Waschbecken mit Warm- und Kaltwasser – die in ihrer Anzahl angepasst an die Schülerzahl der betreffenden Schule sind. In der Regel kommen auf jedem Flur in etwa auf je zwei bis vier Klassenräume entsprechend je eine M byw. W- Nassanlage. Da kann man nicht nru sein kleines oder grosses Geschäft verrichten, sondern kann sich in den Waschbecken auch waschen.

    Das ist viel mehr als ich als Student in meiner Studentenbude hatte, denn ich habe in der Buddestrasse in einer Wohnung der damaligen NORDEN (heute: GAGFAH) gewohnt, wo es zwar ein WC auf der Zwischenetage gab, aber nur einen einzigen Wasseranschluss in der Wohnküche – und das auch nur mit Kaltwasser. Ich hatte eine Zinkwanne, musste das Wasser aufkochen, und konnte mich dennoch sauberhalten. 

    Die aktuellen Bewohner der Karl-Arnold-Schule haben zusätzlich zu den Duschcontainern, wo sie separate Duschen haben, ja noch besagte Sanitäranlagen.

    Wieso verschweigen sie das denn und stellen die Situation so übertrieben dar, als wenn es diese Nasszellen nicht geben würde ?

     

  • Valeria  sagt:

    Die, die hier über Ausländer hetzen, sollten vielleicht erst mal wirklich Deutsch lernen. Manche Beiträge konnte man kaum entziffern. Und außerdem solltet ihr euch mal vor Augen führen, wie das höchste Gesetz unseres Landes lautet: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dazu sollte auch zählen, dass Kriegsflüchtlinge hier einen Unterschlupf mit guten Lebensbedingungen zur Verfügung gestellt bekommen. In so einem Fall ist es, finde ich, recht zynisch, ihr jetziges Leben mit ihrem alten zu vergleichen. Warum sollten sie nicht damit rechnen dürfen, hier besser leben zu können als in dem Land aus dem sie geflohen sind?

    • dagober  sagt:

      Grundsätzlich haben Sie Recht, allerdings wüsste ich gerne welcher Krieg in Bosnien und Mazedonien gerade stattfindet?

      Ansonsten muss man sagen, dass früher doch mehrere Hundert Schüler (eventuell Ihre Kinder auch, wenn Sie aus der Gegend kommen?) dort mit den Klos ausgekommen sind, ohne dass es klagen gab. Sind die Flüchtlinge besser als die Kinder die vorher da waren?

      Wie die Lage in den Duschcontainern ist, weiß ich nicht, das müsste der Staat halt prüfen und gegebenenfalls nachbessern.

      Ein 5 Sterne Luxushotel sollte man allerdings nicht erwarten.

  • Jule  sagt:

    Moin,

    ich verstehe das Problem nicht ganz. Um eines kurz klarzustellen: ich bin dafür Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen zu helfen so gut es geht.
    Ok, 4 Duschen auf 200 Menschen ist nicht ideal, aber ausreichend. Man muss ja nicht jeden Tag duschen. Jeden zweiten reicht vollkommen und dann wären das pro Tag 25 Leute pro Dusche und das ist ja wohl machbar.
    Desweiteren gibt es ja noch Waschbecken. Da die Toilettenräume denke ich sowieso geschlechtergetrennt sind, kann man sich dann doch auch dort waschen und muss nicht täglich duschen.
    Klar, das ist alles nicht optimal, gerade der Platzmangel stellt ein Probelm dar. Aber es handelt sich ja nur um eine Übergangslösung. Ich finde es wirkt sehr undankbar zu protestieren. Man hätte auch anders kundtun können, dass man eine neue Raumaufteilung wünscht.

  • Wilhelmsburgerin  sagt:

    Liebe Leila, du schreibst das genug Unterkünfte für Obdachlose da sind. Dieses wiederspreche ich. Es gab ein Bericht zum Winternotprogramm, wo Obdachlose in Hamm in ein Hotel wohnen. Da haben nicht die Obdachlosen gewohnt sondern die Bettelmafia.

    Fakt ist, das diese Leute die hier sind in den Heimen zuhause reich waren. Die Leute die dort in den Kriegsgebieten noch sind, sind richtig arme Leute und haben nie was besessen um aus dem Kriegsgebiet zu flüchten.

    Die sollen glücklich sein, das sie hier überhaupt wohnen dürfen. Was wollen die denn bitte schön ein Haus, Auto und 2000 Euro monatlich auf dem Konto. Mich ärgert es, wir haben probleme mit den Bulgaren und jetzt fangen die auch noch an stress zu machen.

  • Birte  sagt:

    Mir wird schlecht, wenn ich einige Kommentare hier lese…. weil diese Menschen aus anderen Verhältnissen kommen, sollen sie sich gefälligst mit dem zufrieden geben, was sie hier bekommen…. wenn das die Willkommenskultur der Deutschen Gesellschaft ist, na dann gute Nacht Marie.  Ich jedenfalls möchte bei denen, die hier so abfällig über Flüchtlinge schreiben, nicht zu Gast sein. Im Übrigen solltet Ihr mal die Gastfreundschaft in diesen Ländern erleben…. da wird das letzte Hemd gegeben, damit es dem Gast zu geht, auch wenn man selber nichts hat.

    Und das die Flüchtlinge, die her kommen alle reich waren, gehört ja wohl auch ins Land der Fabeln… da kratzen Familien oft alles zusammen, was sie haben, damit wenigstens einer sich in Sicherheit bringen kann. Ich jedenfalls finde es ziemlich großartig, was hier gerade an Hilfe organisiert wird und werde jetzt erstmal selber meine drei großen Tüten dorthin fahren. Wer hier so gegen Flüchtlinge polemisiert, hat wohl keine Vorstellung davon, was diese Menschen hinter sich haben, Von einer komplett unsicheren Zukunft mal ganz abgesehen.

    • Jonathan Holler  sagt:

      Gut auf den Punkt gebracht! Abgesehen davon vergessen hier viele scheinbar, dass diese Menschen nicht freiwillig hier her kommen und ihre geliebte Heimat verlassen für ein oft doch so graues Deutschland mit seinen so unglaublich gastfreundlichen *hust* Menschen, sondern sie sind wie der Name schon sagt Flüchtlinge. Unter anderem mussten sie ja auch fliehen weil kein Mensch ernsthaft was unternimmt gegen IS und den ganzen Mist, solange es nicht den eigenen Interessen dient… Eher das Gegenteil ist der Fall!

  • Wilhelmsburger  sagt:

    Ich kann die Flüchtlinge ja verstehen. Aber gleich so ein Theater zu veranstalten finde ich doch übertrieben. Wie wäre es mit etwas Geduld? So lange Leben die noch nicht hier!  Was ich eigentlich mit unseren Obdachlosen ? Ich kenne mindestens 2 Obdachlose, die Stinken wie Sau und haben Starke Verletzungen an den Beinen. Wer hilft denen ?  alle laufen dran vorbei. Bei allem Respekt, ich helfe auch und habe Kleidung gespendet. (und dem Obdachlosen habe ICH neue Sachen gekauft) -.-

    Aber wieso werden unsere Obdachlose vergessen ? viele sind schon im Winter verstorben, weil sie leider erfroren sind, weil jeder mit dem Finger auf sie zeigt  und sich nur um ihr eigenes Leben zu kümmern.   Es gibt Unterkünfte … Informiert euch mal, wie diese Menschen Leben müssen. Und vergleicht es mal (von mir aus erst in 1Monat) mit den Flüchtlingen. Ich gönne es jedem, auch den Flüchtlingen, dass die ein bessere Leben haben dürfen. Aber bitte vergesst doch bitte nicht die obdachlosen, man ey 🙁 Wer wird besser behandelt ?und medizinische Hilfe gibt es nur von den Freiwilligen und Warmes essen. Wo hilft der Staat hier?

    Übrigens, ich würde 1-2 Kinder gerne in meine Wohnung aufnehmen. Allerdings, wer lässt das schon zu und welches Kind will so etwas schon. Die Eltern würde ich nicht in meiner Wohnung haben wollen. (hat mehrere Gründe)

    Nun ja, ich hoffe das Hamburg das noch gebacken bekommt für die Flüchtlinge.Nur finde ich auch, dass die jetzt mal etwas ruhiger werden sollten.

    Was ich aber mega bedenklich finde, dass Baby/Kinder nur 3 Windeln am Tag bekommen. Das ist doch nicht in Ordnung! gebt wenigstens den Kindern alles! Erwachsene kommen immer mit etwas weniger aus, aber Kinder doch nicht.  Wenn ich so etwas höre bricht mir das Mutterherz.

  • ErichHonecker  sagt:

    Als dringende Sofortaßnahmen empfehle ich:

    1. Einstellung weiterer Sozialarbeiter.

    2. Wohnen in Gastfamilien mit menschenwürdigen Räumlichkeiten und Reinigungsservice.

    3. Erhöhung des Taschengeldes auf mind. 500 Euro/Woche, damit Flüchtende nicht auch noch von uns in die Kriminalität gedrängt werden.

    4. Anerkennung aller Qualifikationen als Hochschulzugangsberechtigung.

    5. Direkte Einbindung (volljähriger) Flüchtender in politische Aktivitäten durch garantierte Kontingente in den jeweiligen Parlamenten (10 bis 15 % der Sitze erscheinen zunächst angemessen).

  • ErichHonecker  sagt:

    BILD berichtet:

    Getarnt als Flüchtlinge sollen auch Geheimkommandos, bestehend aus jeweils vier Terroristen, die Grenze überqueren – um unerkannt in die Türkei zu gelangen.

    Von dort aus sollen die ISIS-Terroristen mithilfe gefälschter Pässe weiter nach Westeuropa reisen, auch nach Deutschland, um Anschläge zu verüben.

    Von dieser Terror-Strategie erfuhren jetzt die US-Geheimdienste. Nach Informationen von BILD am SONNTAG ist es den Amerikanern gelungen, die verschlüsselte Kommunikation der ISIS-Führung zu knacken.

    Aus abgehörten Gesprächen erfuhren sie auch, dass die ISIS-Terroristen auf ihrem Weg nach Westeuropa keine Flugzeuge benutzen sollen – wegen der strengeren Kontrollen an den Flughäfen.

    • WilhelmsburgOnline.de  sagt:

      Das ist ja ganz schön viel „sollen getan haben“. Ein schönes Beispiel dafür, warum wir nicht über Mutmaßungen berichten, sondern nur, wenn wir solide Quellen haben – und warum wir diese Quellen dann auch so deutlich machen, dass unsere Leser sich ein Bild davon machen können, was dran ist an einer Geschichte. Wer der Bild-Zeitung blind vertrauen will, soll das tun. Wir sind froh, dass wir auch kritische Leser haben, die weiter denken als bis zum Bildschirm- oder Zeitungsrand und die ihr Bild von Flüchtlingen in Deutschland aus direktem Kontakt und gelebter Erfahrung zusammensetzen.

  • […] Zum Beispiel um eine angemessene Unterbringung der Flüchtlinge in Hamburg. Am Dienstagabend gab es Proteste an der Flüchtlingsunterkunft in Kirchdorf-Süd. Grund: Es fehle an Platz, richtigen Betten und Duschen. Der NDR berichtet derweil, dass es auch in […]

  • Lisa  sagt:

    Wie schon Katrin Schröder gesagt hat, wenn es den Flüchtlingen hier nicht passt, dann sollen sie sich ein anderes Land suchen. Ich denke wir geben uns schon sehr viel Mühe in Deutschland, den Flüchtlingen alle Räumlichkeiten bereitzustellen, damit sie nicht draußen schlafen müssen. Und das die sich noch hier beschweren ist eine Frechheit meiner Meinung nach. Klar ist es nicht sehr komfortabel wie sie hier untergebracht werden, aber es ist immer noch viel besser als wenn sie sterben müssen. Niemand behandelt die Flüchtlinge hier schlecht. Sie müssen hier keine körperlichanstrengende Arbeit leisten oder müssen hier hungern oder sonst was. Sie bekommen hier Geld, Dach über dem Kopf, Essen, kostenlose Fahrkarten und medizinische Versorgung. wie kann man sich dann noch beschweren? Das sie hier nicht in Luxuswohnungen oder 5 Sterne Hotels untergebracht werden können, scheint manchen nicht klar zu sein. Immerhin nutzen wir schon jede Räumlichkeit um sie unterzubringen, wie z. B. Sporthallen oder leerstehende Häuser/Villen und nicht zu vergessen: Viele Menschen mussten schon Ihre Wohnungen freimachen für die Flüchtlinge, in denen sie schon über 20 Jahre wohnen. Ich denken mehr kann man da nicht für sie tun. Kein Land nimmt so viele Flüchlinge auf wie Deutschland. Also an alle hier die hier rummeckern: Ihr habt einfach keine Ahnung..

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