Mann stirbt bei Brand in Wilhelmsburger Wohnhaus

Brand Hafenbahn head

Beim Brand eines Wohnhauses nahe der S-Bahnhaltestelle Veddel ist laut Polizei ein 51-jähriger Mann ums Leben gekommen. Seine Wohnung im dritten Stock des Hauses An der Hafenbahn 12 ging in der Nacht zu Mittwoch in Flammen auf. Wenige Stunden vorher hatte es offenbar schon in einer Wohnung im Erdgeschoss desselben Hauses gebrannt.

Anders als das Hamburger Abendblatt berichtete, handelt es sich bei dem Haus nicht um eine Flüchtlingsunterkunft, sondern um ein benachbartes Wohnhaus. Die Ursachen der Brände sind noch nicht abschließend geklärt.

Der erste Brand im Erdgeschoss des Wohnblocks war nach Einschätzung der Polizei ein Unfall. Der Mieter der Wohnung, ein 54-jähriger Mann, habe wohl beim Rauchen versehentlich seine Matratze in Brand gesteckt, erläuterte ein Polizeisprecher auf Nachfrage von WilhelmsburgOnline.de. Der 54-Jährige kam weitgehend unbeschadet davon. Weil sein Zuhause nicht mehr bewohnbar war, kam er zunächst bei seinem Nachbarn im dritten Stock unter.

Zwei Wohnungen im selben Haus in Flammen

Etwa zwei Stunden später brannte es laut Polizeibericht auch dort. Der 54-Jährige verletzte sich in dem Brand und kam ins Krankenhaus. Er war zunächst nicht in der Lage, Auskunft über das Geschehen zu geben. Die Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) erhoffen sich von ihm weitere Erkenntnisse.

Der 51-jährige Mann wurde nach dem Brand tot in der Wohnung aufgefunden. Die Polizei vermutet, dass es sich um den Mieter der Wohnung im dritten Stock handelt, der den Nachbarn aus dem Erdgeschoss in der Nacht bei sich aufnahm. Gerichtsmediziner sollen nun die Leiche untersuchen und feststellen, wer der Mann war.

Brandursache noch offen – Polizei sieht keine Hinweise auf Brandstiftung

Wie es zu dem Brand im dritten Stock kam, ist noch nicht geklärt. Das LKA ermittelt weiter. Von einem Anschlag geht die Polizei zunächst nicht aus, wie der Sprecher auf Nachfrage von WilhelmsburgOnline.de sagte. Zum einen sprächen die Hinweise dagegen, die vermuten ließen, dass der erste Brand ein Unfall war. Zum anderen fanden die Ermittler offenbar keine Spuren, die auf Einwirkung von außen hindeuteten.

In direkter Nähe zu dem Haus, in dem es brannte, befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft. Die Polizei geht jedoch nicht davon aus, dass ausländerfeindliche Motive bei den beiden Bränden eine Rolle spielten. Beide Männer, die dabei zu schaden kamen, sind laut Polizeisprecher Deutsche – sowohl das 51-jährige Todesopfer als auch der 54-jährige Verletzte.

Das Hamburger Abendblatt hatte mit der Titelzeile „Mann stirbt bei Brand in Wilhelmsburger Flüchtlingsheim“ im Internet zunächst den falschen Eindruck erweckt, dass das Feuer in der Unterkunft ausgebrochen und dabei ein Flüchtling zu Tode gekommen sei.

von Annabel Trautwein

 

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