Daughterville-Revue: Das Festivalfeeling im Film

Sommer-Festival-Stimmung vom Feinsten: Beim Daughterville gab es einen Vorgeschmack auf die Open-Air-Saison am Reiherstiegufer. Rund 1.800 Jugendliche feierten zu guter Musik und chillten in der Sonne. Video-Reporter Klaus Schmidt hat das bunte Treiben für WilhelmsburgOnline.de festgehalten. Viel Spaß beim Nachgenießen und Vorfreuen auf die nächste Sause!

 

 

Mitmacher gesucht!

30 Jugendliche aus Wilhelmsburg und anderen Stadtteilen können sich nach dem Daughterville auf die Schultern klopfen: Ohne sie wäre das Festival gar nicht erst über die Bühne gegangen. Vom Booking der Bands und Künstler bis zum Bestellen der Dixies liegt beim Daughterville alles in der Hand von Jugendlichen. Macht ne Menge Arbeit, sagt Pressesprecherin Marit – aber auch viel mehr Spaß, als ein Festival nur zu konsumieren.

Erfahrung mitbringen muss keiner. „Ich habe das vorher auch noch nie gemacht“, sagt die 17-Jährige Marit. Beim Daughterville war sie zuständig für die Pressearbeit: Sie schickte Kamerateams übers Gelände, betreute die Facebook-Seite, sprach mit Journalisten am Telefon und führte für das Festival auch selbst Interviews mit Bands wie Say Yes Dog, U300 oder Bodega. Andere im Team bauten Bühnen auf, dekorierten die Bars oder planten das Lineup. „Man sollte gut organisiert sein und Durchhaltevermögen haben“, sagt Marit. „Aber eigentlich ist es am wichtigsten, dass man einfach Spaß daran hat. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn man mal nicht so viel schläft.“ Denn heiße Phasen gibt es beim Daughterville natürlich auch – besonders kurz bevor es losgeht.

Die Stars von morgen groß rausbringen – das ist der Plan

Die Crew des Daughterville-Festivals besteht aus Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren aus ganz Hamburg – Mitmacherinnen und Mitmacher aus Wilhelmsburg sind eher in der Unterzahl, sagt Marit. Dabei könnten sie viel zum Festival beitragen: Schon im Herbst starten die Auftakt-Treffen im Bürgerhaus, wo die ersten Ideen gesammelt werden. Auch wer beim Booking dabei ist, wer die Pressearbeit macht und wer das Team für Gestaltung verstärkt, wird dort entschieden. Weiter geht es dann mit monatlichen Treffen im Bürgerhaus – „Work in Progress“ nennen es die Daughterville-Leute. Das Gestaltungs-Team denkt sich ein Konzept aus, um Festivalgelände, Plakaten und Flyern Form und Farbe zu geben. Die Leute vom Booking-Team schlagen Bands und Musiker vor, die sie selbst gut finden und auf der Bühne sehen möchten. Besonders gefragt sind Newcomer, die die Szene ihrer Meinung nach kennenlernen sollte. „Wir schauen dann, bei wem es vielleicht nicht mehr so lange dauert, bis der große Durchbruch kommt“, erklärt Marit. Wer weiß – vielleicht treffen die Festivalmacher später mal auf gestandene Stars, die sagen: Weißt du noch, damals in Wilhelmsburg?

Wer im nächsten Jahr dabei sein will, sollte die Facebook-Seite des Daughterville im Blick behäten, rät Marit. In einigen Wochen sollen die ersten Interviews mit Künstlern zu sehen sein. Außerdem läuft hier der Aufruf zum „Open Up“, dem Auftakt-Treffen im Herbst. Ab dann startet das Daughterville in die nächste Runde.

 

 

Wer steckt dahinter?

Organisiert und umgesetzt wird das Daughterville von Jugendlichen selbst. Ins Leben gerufen wurde es vom Bürgerhaus Wilhelmsburg, dem Verein Lüttville, dem Verein RockCity Hamburg und der Gesangsschule Singliebe. Dazu gibt es Unterstützung von verschiedenen Förderern und Partnern – unter anderem von der Firma Kopf&Steine, die das Dockville-Festival und das MS Artville veranstaltet und das Gelände am Reiherstiegufer für einen Freundschaftspreis an das Daughterville vermietet.

 

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