Kulturfest in der Klinik

Groß-Sand head

Das Krankenhaus Groß-Sand lädt zu einem Kulturfest am Freitagnachmittag ein – auch, um den Neubau der Klinik zu präsentieren, der fast fertig ist. Für Kunst und Kultur, Spiel und Sport sorgen die Nachbarn der Klinik rund um den Veringkanal, dazu treten Musiker unter freiem Himmel auf. Um 14 Uhr geht es los.

Seit September 2013 wird gebaut zwischen Bonifatiuskirche und Krankenhaus Groß-Sand: Die Klinik soll ein neues Haus bekommen, in dem verschiedene Fachärzte in einer Art Gemeinschaftspraxis für ambulante Behandlungen bereitstehen werden. Auch sollen hier künftig Röntgenaufnahmen, Computertomografien (CT) und Magnetresonanztherapien (MRT) möglich sein – „ein Angebot, das in Wilhelmsburg bisher nicht besteht“, sagt Kliniksprecherin Sarah Eyßer. Ganz fertig ist der Neubau noch nicht, aber eine Feier soll es am Freitag trotzdem schon mal geben. Das Krankenhaus Groß-Sand lädt alle Nachbarinnen und Nachbarn dazu ein, einerseits die Baustelle, andererseits eine bunte Kulturszene am Veringkanal zu entdecken.

„Wir haben im Stadtteil tolle Partner gefunden, die das Fest mitgestalten“, sagt Klinik-Geschäftsführer Dr. Jens Göring. Viele benachbarte Vereine, Firmen und Künstler aus dem Stadtteil tragen zum Fest bei und nutzen den Wirbel, um auf ihr Wirken und ihre Werke aufmerksam zu machen. Viele seien von sich aus auf das Krankenhaus zugekommen, als sie von dem Fest hörten, sagt Sarah Eyßer. Aus der Honigfabrik kommt zum Beispiel Jens-Ole Remmers, der zeigt, wie aus vermeintlichem Müll bunte Kunstwerke entstehen. Aus dem Atelierhaus23 bringt Yvonne Lautenschläger bunte Gemälde mit und Wolfgang Strobel, bekannt aus dem Soulkitchen-Kollektiv, ist mit Plattenverkostung und Vinyl-Wäsche dabei. Livemusik soll es am Freitagnachmittag auch geben: Die UKW Band aus Wilhelmsburg wechselt sich ab mit der Hamborger Schietgäng und dem Sänger René Noçon, der es in der Castingshow „The Voice of Germany“ bis ins Halbfinale schaffte.

Die Gäste des Krankenhauses sollen auf dem Klinikgelände aber nicht nur zuschauen und zuhören, sondern auch selbst aktiv werden. Im Fall von plötzlichem Bewegungsdrang steht ein Kletterturm bereit, für weniger waghalsige Sportsfreunde bietet das Studio Elbinsel Yoga Entspannungsübungen und Massage an. Der Interkulturelle Garten präsentiert Pflanzen aus aller Welt und die Textilwerkstatt Stoffdeck verschönert mitgebrachte Kleider, Taschen und Tücher mit Siebdruck.

Groß-Sand legt Schwerpunkt auf Hafen und Schifffahrt

Mit einem maritimen Akzent will das Krankenhaus Groß-Sand auch zeigen, was es über Wilhelmsburg hinaus bekannt macht: Die Klinik ist mit seiner Seemannsambulanz erste Adresse für verletzte Seeleute und Hafenarbeiter. Statt Krankengeschichten soll deshalb beim Fest am Freitag Seemannsgarn à la Käpt'n Blaubär zum Besten gegeben werden – was davon stimmt und was nicht, soll das Publikum beim Seemannsgarn-Battle selbst erraten. Wer sich im Hafen ein bisschen auskennt, kann auch auf dem Trockenen das „Kleine Hafenpatent“ machen. Das medizinische Fachwissen der Klinik sollen beim Fest vor allem Kinder nutzen können: Für plötzlich erkrankte Teddys oder Puppen mit gebrochenem Bein stehen Ärzte bereit, um die mitgebrachten Stoffpatienten zu heilen.

Das Fest am Krankenhaus Groß-Sand beginnt am Freitag, 3. Juli, um 14 Uhr und soll bis etwa 19 Uhr dauern. Der Eintritt ist frei. Das ganze Programm ist hier zu finden.

 

  • Text und großes Bild von Annabel Trautwein
  • kleines Bild von Sophie Richter

 

ein Kommentar zu Kulturfest in der Klinik

  • sonja trautwein  sagt:

    Das klingt ja supergut, das Fest. Vor allem das Seemannsgarn-Spinnen und die ärztliche Hilfe für Stofftiere und Puppen finde ich eine tolle Idee. Schade, dass ich so weit weg wohne und bin, sonst wäre ich bestimmt dabei.

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