Bürgerbeteiligung: Wer bestimmt die Zukunft der Insel?

Symbolbild Bürgerbeteiligung

Wer entscheidet über die Zukunft von Wilhelmsburg? Alle, die sich einmischen. Und das können die Menschen auf der Insel gut. Mit starker Stimme tun sie ihre Meinungen kund – auch wenn Politik oder Verwaltung sie vorher nicht gefragt haben. Hier gibt es einen Überblick, wo und wie Wilhelmsburger ihre Haltung geltend machen.

 

 

Mitgestalten: Der "Perspektiven!"-Prozess

Bürgerinnen und Bürger melden Bedarf und Liefern Ideen für den Städtebau, bevor die ersten Pläne auf dem Tisch liegen – so ist der neue Beteiligungsprozess „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ gedacht. Monatelang haben sich rund 400 Menschen aus Wilhelmsburg und von der Veddel mit Politikern und Planern zusammengesetzt und geredet. Das Ergebnis: Ein fast 150 Seiten starker Bericht mit Forderungen, Vorschlägen und Ideen. Nun sind die Stadtplaner am Zug.

 

Wilhelmsburger planen mit am neuen Wohnquartier

Planung Dratelnstraße Workshop head

Wilhelmsburg soll mehr Menschen ein Zuhause bieten. Ein neues Wohngebiet ist geplant, mitten auf der Insel. Was genau zwischen Rathauswettern und Dratelnstraße gebaut wird, wer dort später Leben soll und was für die neue Nachbarschaft wichtig ist, sollen die Menschen in Wilhelmsburg diesmal frühzeitig mitbestimmen. Am Mittwoch haben sich rund 40 Leute zu einem „Perspektiven“-Workshop im Bürgerhaus getroffen, um Wünsche und Ideen zu entwickeln und mit Fachleuten zu besprechen. Was dabei herauskam, soll direkt in den Ausschreibungstext für Architekten und Stadtplaner einfließen, versprechen IBA und Bezirksamt. Die Inselbewohner sollen von Anfang an einbezogen werden. Ganz weiß ist die Karte für das neue Quartier jedoch nicht: Der Senat hat schon Prioritäten gesetzt.

Gute Nachbarschaft gelingt nicht, wenn jeder in den eigenen vier W...

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Mitreden: Der Stadtteilbeirat

Was die Nachbarschaft bewegt, gehört auf die politische Tagesordnung – dafür soll der Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg sorgen. Der Stadtteilbeirat ist der direkte Draht zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Bezirkspolitik. Hier können Menschen von der Insel Wünsche und Beschwerden äußern. Der Beirat gibt dann eine Empfehlung ab, wie Politik und Verwaltung reagieren sollten.

 

Der Stadtteilbeirat – das Bürgergremium der Insel

Symbolbild Beirat

Der Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg ist zuständig für die Wünsche der Menschen in den einzelnen Quartieren der Insel. In jedem Wohngebiet stehen zwei Personen als ehrenamtliche Ansprechpartner bereit, um die Interessen ihrer Nachbarinnen und Nachbarn auf der politischen Ebene geltend zu machen. Auch Politiker der Bezirksfraktionen – meist Abgeordnete, die selbst auf der Insel leben – diskutieren im Beirat mit.

Alle zwei Monate treffen sich...

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Mitentscheiden: Wahlen und Abstimmungen

Kreuzchen machen und Stimme abgeben – bei Wahlen, beim Volksentscheid oder Referendum nehmen Bürgerinnen und Bürger direkt Einfluss auf die politischen Verhältnisse. Wie viele Wilhelmsburger kommen ins Landesparlament? Wer vertritt den Stadtteil im Bezirk? Wollen wir Olympische Spiele auf der Insel? Stimmen aus Wilhelmsburg könnten entscheidend sein.

 

Bezirksversammlung: Was zählt nach der Wahl?

Bezirksversammlung Hamburg-Mitte (Large)

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat sich am Donnerstagabend zu ihrer ersten Sitzung nach der Wahl getroffen. Die Chefs der Fraktionen und politischen Gruppen skizzierten dabei ihren politischen Fahrplan für die kommenden fünf Jahre. Mehr Bürgerbeteiligung und direktere Demokratie, eine sozialere Wohnungspolitik und der Einsatz für Toleranz und kulturelle Vielfalt standen bei den meisten an erster Stelle. Viele bezogen sich dabei auf Wilhelmsburg: Hier seien viele gute Ansätze zu finden, die in Zukunft weiterentwickelt werden sollen.

Die maue Beteiligung ...

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Mitmischen: Selbstverwaltete Beteiligung

Oft werden die Menschen in Wilhelmsburg gar nicht nach ihrer Meinung gefragt – und oft haben sie auch keine Lust, darauf zu warten. Sie mischen sich lieber aus eigener Kraft in die Geschicke ihres Stadtteils ein. Initiativen, Vereine und andere Gruppen können so viel bewirken. Wie schaffen sie es, sich durchzusetzen?

 

Was heißt hier Beteiligung?

Beteiligungsforum im Bürgerhaus

Stressig, frustrierend und trotzdem alle Mühen Wert – so sieht Bürgerbeteiligung in Hamburg aus der Insider-Perspektive aus. Nicht nur in Wilhelmsburg, auch auf St. Pauli, in Othmarschen, St. Georg oder Winterhude geraten engagierte Menschen in Konflikt mit der Politik der Volksvertreter. Beim Beteiligungsforum „Mitreden – Entscheiden – Selbermachen“ kamen Aktive aus ganz Hamburg im Bürgerhaus zusammen. Sie berichteten von ihrem Kampf gegen Entscheidungen von oben und suchten nach besseren Wegen. Dabei wurde deutlich: Das Mitgestalten von Staates Gnaden reicht nicht zum glücklich werden – doch ganz ohne den Staat scheint es auch nicht zu gehen.

Mehr Bürgerbeteiligung! In Wahlkampfzeiten ist das e...

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