Die IBA und ihre Folgen

Symbolbild IBA

Die Internationale Bauausstellung hat Wilhelmsburg verändert. Ob zum Guten oder zum Schlechten, darüber wird heute noch gestritten. Die Architekten, Planer und Investoren hinterließen hochmoderne Öko-Bauten, vielseitig genutzte Lern- und Kreativzentren und preisgekrönte Quartiere – aber auch steigende Mieten und geplatzte Träume von einer Aufwertung für alle.

 

Hamburgs großer Sprung: IBA in Wilhelmsburg

 

Staatsakt zur IBA-Eröffnung

Schnipp - die Internationale Bauausstellung in Wilhelmsburg ist offiziell eröffnet

Schnipp! Das Band ist zerschnitten, die Internationale Bauaustellung (IBA) ist offiziell eröffnet. Hunderte von Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburgern verfolgten am Samstag den Festakt vor dem Bürgerhaus und ließen ihre Elbinsel von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg feiern. Wenig festlich wirkte dagegen das Polizeiaufgebot in der Mengestraße. Mehrere Hundertschaften waren mit Wasserwerfern und Räumfahrzeug angerückt – extra für die IBA-Gegner, die anlässlich der Eröffnungsfeier auf die Straße gingen.

Kurz vor vier Uhr nachmittags ist noch alles ruhig in der Neuhöfer Str...

zum Artikel

Kinderzeitung: Was ist die IBA?

IBA-Protestgraffiti

„IBA stinkt“ oder „NO IBA“ – solche Sprüche können Kinder in Wilhelmsburg zurzeit an vielen Hauswänden oder Mauern lesen. Offenbar regen sich die Leute, die das geschrieben haben, über die IBA auf. Aber was bedeutet „IBA“ überhaupt?

IBA ist eine Abkürzung. Sie steht für „Internationale Bauausstellung“. Bei einer Ausstellung werden meist fertige Kunstwerke gezeigt. Die IBA in Wilhelmsburg macht es anders. Sie stellt nicht etwa fertige Gebäude aus, die man sich für eine kurze Zeit ansehen kann. Die IBA will den Menschen in der Stadt zeigen, wie modernes Bauen geht. Deshalb haben die Fachleute, die bei der IBA arbeiten, viele Pläne gemacht und Häuser gebaut. Auch an einigen Schulen hat die IBA gebaut...

zum Artikel

 

IBA soll Planern weiterhin auf die Sprünge helfen

Die IBA ist schon wieder auf dem Sprung (Large)

Die Internationale Bauausstellung ist gelaufen, aber die IBA macht weiter. Was hat sie vor? Was ist ihr Auftrag? Darüber informierten Geschäftsführer Uli Hellweg und Bezirksamts-Chef Andy Grote (SPD) am Dienstagabend im Bürgerhaus. Fünf Gebiete in Wilhelmsburg soll die IBA im Blick behalten und hinsichtlich ihres Potenzials für weitere Entwicklungen prüfen: die Achse zwischen Assmann-Kanal und Jaffe-Davids-Kanal, Georgswerder, die Dratelnstraße, die noch unvollendeten Georg-Wilhelm-Höfe und den Haulander Weg. Doch aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger gibt es auch an anderen Orten auf der Insel noch viel zu tun.

Auch wenn die IBA weiterhin im Süden Hamburgs aktiv ...

zum Artikel

IBA?NigsDa! und der Protest gegen die Bauausstellung

 

Was bringt uns die IBA?

Wilhelmsburger zeigen Flagge gegen Mietsteigerungen

In wenigen Tagen geht es los: Die Internationale Bauausstellung (IBA) will Hamburg und der Welt beweisen, dass sie die Elbinsel Wilhelmsburg zu einem lebenswerteren Ort gemacht hat. Hochmoderne Häuser und Wohnungen, bessere Schulen und eine bunte Kunst- und Kulturszene sollen mehr Menschen dazu bewegen, nach Wilhelmsburg zu ziehen. Verdrängt werden soll aber niemand. Die Aufwertung sei für alle gedacht, sagt die IBA – auch für Alteingesessene oder Menschen mit wenig Geld. Soweit das Versprechen. Die Erfahrungen vieler Menschen in Wilhelmsburg sehen schon heute anders aus.

Aufwertung ohne Verdrä...

zum Artikel

 

IBA-Festgelände soll protestfreie Zone bleiben

Demo zur IBA-Eröffnungsfeier

Die Flyer sind verteilt, die Farbe auf den Transparenten ist trocken – nur noch wenige Stunden, dann soll die Demo losgehen. Während die Internationale Bauausstellung (IBA) am Samstag ihre Eröffnung feiert, will die Gruppe „IBA?NigsDA!“ auf die Straße gehen. Auch der Verein Engagierte Wilhelmsburger will protestieren. Die Aktivisten sind es leid, dass die Zukunft ihrer Elbinsel von oben herab entschieden wird. Einige Straßen von Wilhelmsburg bleiben jedoch für die Kritiker gesperrt – die IBA möchte bei ihrer Feier nicht gestört werden.

Die IBA darf dem Protest Schranken setzen...

zum Artikel

 

IBA – Aufwertung ohne Verdrängung?

Viele interessierte Leute hörten sich im Bürgerhaus an, was der Geograf Thomas Pohl zum "IBA-Effekt" zu sagen hatte

Bringt die Aufwertungspolitik durch die IBA in Wilhelmsburg eine Verdrängung für die Menschen auf der Insel mit sich? Der Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg (AKU) lud am 23. Mai ein, dieser Frage nachzugehen. Thomas Pohl, Stadt- und Sozialgeograf an der Universität Hamburg, stellte in seinem Vortrag fest: Die „Aufwertung ohne Verdrängung“ kann nicht funktionieren. Seine Aussagen zum „IBA-Effekt“ setzten eine lebhafte Debatte in Gang.

Pohl erklärte, das ausdrückliche Ziel de...

zum Artikel

 

Was nun, Protestbewegung?

Moritz Rinn vom AKU im Interview mit Annabel Trautwein von WilhelmsburgOnline.de

Der igs-Auftakt ist gelaufen, die IBA-Eröffnung liegt lange zurück – und auch die Proteste scheinen abzuklingen. Wie geht es nun weiter? Gewöhnt sich Wilhelmsburg an den sogenannten Ausnahmezustand auf Zeit? Besser nicht, findet Moritz Rinn vom Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg (AKU). Er und seine Mitstreiter sagen: Die schädigenden Folgen von IBA und igs sind schon heute spürbar und sie werden sich in Zukunft noch verschärfen. Damit sie vom „IBA-Effekt“ nicht kalt erwischt werden, schauen die Kritikerinnen und Kritiker genau hin. Mit dem Geografen Thomas Pohl nehmen sie die Idee von der „Aufwertung ohne Verdrängung“ unter die Lupe. Das Thema ist wichtig für alle, die verhindern wollen, dass Menschen aus ihrem Stadtteil ausgegrenzt werden, sagt Moritz Rinn im Interview mit WilhelmsburgOnline.de.

 

Jetzt sind die IBA und die igs in Wilhelmsburg – und manche A...

zum Artikel

 

IBA-Projekte im Fokus

 

Das „Tor zur Welt“ steht offen – und teils noch leer

Bürgermeister Olaf Scholz, Schulsenator Ties Rabe und rund 1500 Schüler feierten die Eröffnung des Bildungszentrums Tor zur Welt

Unzählige Luftballons in Weiß und Blau sind am Mittwoch über die Elbinsel hinweg gefegt. Losgelassen wurden sie am neuen Bildungszentrum „Tor zur Welt“, das am Nachmittag offiziell eröffnet wurde. Es soll künftig neun Bildungsstätten und Beratungsstellen unter einem Dach vereinen. Ziel des Projekts der Internationalen Bauausstellung (IBA) ist, dass die Bildungsstätten und sozialen Einrichtungen in Zukunft besser zusammenarbeiten können und der Weg ins Berufsleben für alle leichter wird.

Hunderte von Schülerinnen und Schülern drängten sich a...

zum Artikel

 

Weltquartier: Alle unter dem Dach der Vielfalt

Edith Dargel lässt sich die russischen Brötchen von Frau Schmidke schmecken

Vielfalt – das ist das Zauberwort im IBA-Weltquartier. Hier soll das Zusammenleben der vielen Nationen in Wilhelmsburg spürbar sein, und zwar möglichst mit allen Sinnen. Deshalb gibt es bei der Ausstellung im Pavillon an der Weimarer Straße nicht nur Bilder, Worte und Zahlen, sondern auch einen Mittagstisch der Nationalgerichte. Die IBA feiert den „Migrationshintergrund“ der Menschen im Quartier: Er soll hier nicht mehr als Problemfaktor gelten, sondern als sozialer Reichtum. Manche Wilhelmsburger ausländischer Herkunft fürchten trotzdem, dass der Wandel auf ihre Kosten geht.

Es gibt Borschtsch...

zum Artikel

 

IBA-Strukturmonitoring: Die letzte Fragerunde

Herzlich Willkommen in unserer Nachbarschaft

Wie nehmen Menschen in Wilhelmsburg den Wandel auf ihrer Insel war? Danach erkundigen sich Forscher im Auftrag der Internationale Bauausstellung (IBA) jedes Jahr. Nun haben die Umfragen wieder angefangen: 500 Personen in Wilhelmsburg und auf der Veddel werden angerufen, außerdem sollen 100 Leute auf der Straße befragt werden. Auch mit ausgewählten Experten aus dem Stadtteil wollen die Forscher sprechen. Ziel des Strukturmonitorings ist es, die Lage in den Quartieren, ihre Entwicklung und die Meinung der Menschen über die IBA zu erfassen. Kritiker sagen, dass noch mehr dahinter steckt: Die IBA wolle mit dem Bericht Werbung in eigener Sache machen.

Haben Sie in den ve...

zum Artikel

 

Absprung: Was bleibt nach der IBA?

 

Die IBA verabschiedet sich aus Wilhelmsburg

DSC_1032

Die IBA in Wilhelmsburg ist vorbei. Mit den letzten Quartiersspaziergängen endete am Sonntag das Präsentationsjahr der Bauausstellung auf den Elbinseln. 70 bauliche, ökologische, kulturelle und soziale Projekte zählte die IBA auf ihrer Abschlussveranstaltung im Bildungszentrum Tor zur Welt. Vor rund 400 Gästen und Journalisten zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz: Die IBA habe in Wilhelmsburg, auf der Veddel und im Harburger Binnenhafen eine Entwicklung angestoßen, die international Vorbild sein soll. Daran will die Stadt Hamburg nun anknüpfen, versprach die Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau (SPD) bei einer Pressekonferenz auf dem IBA-Dock. Die Stadt wolle das Engagement der Bauausstellung fortsetzen – gemeinsam mit einer Nachfolgegesellschaft der IBA und privaten Investoren.

Mehr als 1...

zum Artikel

 

IBA-Bilanz: Wie viel Bürgerwille steckt noch drin?

Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit der IBA? Viele Menschen in Wilhelmsburg hatten nicht den Eindruck

Nicht von oben herab planen, sondern Wilhelmsburg gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickeln – das hat sich die Internationale Bauausstellung (IBA) zum Ziel gesetzt. Was hat es den Menschen auf der Insel gebracht? Mitbestimmen konnten die sie bei der IBA nur im Kleinen, sagt Michael Rothschuh, Professor für Sozialpolitik und Gemeinwesenarbeit. Das Versprechen, auf Augenhöhe mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen zu arbeiten, habe die IBA nicht eingelöst.

„Auf die Bürger kommt es an: Diese Le...

zum Artikel

 

IBA-Bilanz: Was bringt uns das Klima-Konzept?

Der "Energiebunker" versorgt die Nachbarschaft mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Mitten in der Stadt Lösungen für Klima und Umwelt finden – das wollte die Internationale Bauausstellung (IBA) mit ihrem Schwerpunkt „Stadt im Klimawandel“ erreichen. Wilhelmsburg sollte dafür das Testfeld sein. Was kam dabei heraus? Welche IBA-Projekte nutzen der Umwelt auf der Insel? Der Wilhelmsburger Biologe Jörg v. Prondzinski zieht eine ernüchternde Bilanz. Ernsthaften Einsatz für die Inselnatur sieht er nicht. Die Umwelt-Projekte der IBA dienten eher dem schönen Schein, kritisiert er. In der Theorie habe die Bauausstellung zwar gute Ziele festgelegt – doch wer die nun in die Praxis umsetzt, ist unklar.

Wie müssen Städte gebaut sein, um Klimawandel und Umwel...

zum Artikel

 

IBA-Bilanz: Schöner Wohnen oder mehr bezahlen?

Das Weltquartier gilt als IBA-Vorzeigeprojekt - doch nur 40 Prozent sind zurückgekehrt

Wie gelingt der Bau von bezahlbaren Wohnungen in Wilhelmsburg? Über dieses Thema streiten Politiker, Fachleute und Betroffene der Insel derzeit besonders heftig. Auch die Internationale Bauausstellung (IBA) sollte Lösungen finden für einen lebenswerten Stadtteil, der Platz genug für alle bietet. Was ist dabei für Mieterinnen und Mieter auf der Insel herausgekommen? Die Ergebnisse der IBA sind umstritten: Während Planer und Politiker hinter das Motto „Aufwertung ohne Verdrängung“ einen Haken setzen, fürchten Fachleute wie der Soziologe Peter Birke vom Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg eine steigende Wohnungsnot auf der Elbinsel.

„Mitten in Hamburg suchte die IBA Antworten auf ...

zum Artikel

 

Dossier: Was hat die IBA in Wilhelmsburg bewirkt?

Symbolbild IBA 2

Seit gut einem Jahr leben die Menschen in Wilhelmsburg mit den Resultaten der Internationalen Bauausstellung (abgekürzt: IBA). Der Verein Zukunft Elbinsel (VZE) zieht ein Fazit: „War die IBA gut (genug) für Wilhelmsburg?“, fragten die Organisatoren der Diskussionsveranstaltung „Pegelstand“ Anfang Dezember. Dazu hatte der Verein den IBA-Chef ins Bürgerhaus eingeladen. Uli Hellweg sollte den kritischen Fragen der Wilhelmsburger Rede und Antwort stehen. Leicht hatte er es nicht, denn der VZE setzte zum Rundumschlag an: Vom Thema Bildung über Wohnungsbau bis zur Lage ausländischer Wanderarbeiter, vom neuen Rahmenkonzept des Senats zur Stadtentwicklung über Verkehr bis hin zur grundsätzlichen Kritik am Format IBA sollte sich Uli Hellweg erklären. WilhelmsburgOnline.de fasst die Knackpunkte der Debatte zusammen.

 

Bildungsarbeit auf der Elbinsel

Die Lage im Reiherst...

zum Artikel

 

Läden machen zu – platzt die Image-Blase?

Wilhelmine

Das Kaffeeliebe ist Geschichte, die Tonne hat dicht gemacht, hinter dem ehemals schrillen Schaufenster des Designladens Messie de Luxe gähnt ein kahler weißer Raum. Auch das Bistro Mittenmang und die Boutique Wilhelmine verschwinden, kaum dass sie angekommen sind – und das in Wilhelmsburgs bester Geschäftslage. Was ist geworden aus der Vision eines aufstrebenden Kultviertels, in dem sich Kaufkraft und Mietniveau harmonisch aufwärts entwickeln? Einige Ladenbesitzer stellen fest: Es reicht nicht. Wilhelmsburg ist noch weit vom Glanz seines neuen Images entfernt.

Sueheyla Akdeniz macht k...

zum Artikel