Die Not der Tagelöhner

Symbolbild Wanderarbeiter in Not

Sie schuften auf Hamburger Baustellen und Betrieben und haben oft nicht einmal ein Dach über dem Kopf – trotzdem nehmen viele Männer und Frauen aus dem Osten der EU ein Leben unter dem Existenzminimum in Wilhelmsburg in Kauf. Viele auf der Insel sind geschockt von der offensichtlichen Not der Wanderarbeitenden. Manche versuchen zu helfen und setzen sich für ein für mehr Respekt.

 

 

Hilfe für Wanderarbeiter – Gruppe sucht Ideen

Schlafplatz1

Manche schlafen im Freien am Kanal, andere durchsuchen Mülltonnen nach brauchbaren Überresten – die Armut einiger Menschen in Wilhelmsburg ist nicht zu übersehen. Viele von ihnen kommen als Tagelöhner und Wanderarbeiter aus osteuropäischen Ländern, wo ihre Chancen auf ein gutes Leben noch geringer sind als hier. In Wilhelmsburg aber sollen alle Menschen in Würde leben können, sagt Mark Möller. Der Diakon hat eine Initiative gestartet, um notleidenden Wanderarbeitern auf der Insel zu helfen. Einige Nachbarn sind schon dabei, es sollen noch mehr werden. Worum es bei der Initiative geht und was als nächstes ansteht, erläutert Mark Möller im Interview mit WilhelmsburgOnline.de.

Was ist das Ziel eures Ideenaustauschs?

Das Ziel ist, Not z...

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добре дошъл! Bulgaren werben für Respekt

Bulgarisches Stadtteilfest auf dem Rotenhäuser Feld (Large)

Bulgarische Musik, bulgarische Spezialitäten, Jubel und Trubel auf dem Tanzboden – am Samstag feierten hunderte Menschen ein Nachbarschaftsfest auf dem Rotenhäuser Feld. Für viele gab es doppelten Anlass, dabei zu sein: Die Info- und Kulturveranstaltung „Bulgarien in Wilhelmsburg“ fiel zusammen mit dem orthodoxen Feiertag zu Ehren der Heiligen Kyrill und Methodius. Doch nicht allen war zum Feiern zumute. Ausbeutung, Wohnungsnot und das Gefühl von Ohnmacht waren immer wiederkehrende Themen an den Info-Ständen der 27 Institutionen und Vereine, die zu dem Fest eingeladen hatten.

„Sie essen mein Geld!“ Alev K...

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Näher zusammenrücken

Liesel Amelingmeyer und Milena Ohnesorge (Large)

Sie schlafen in Kellerräumen, in Autos, im Zelt am Kanal. Im Morgengrauen warten sie, bis jemand sie abholt. Abends kommen sie erschöpft von der Arbeit zurück, mit Tageslohn oder ohne: So sieht das Bild aus, das vielen Wilhelmsburgern vorschwebt, wenn von „den Bulgaren“ die Rede ist. Es taucht immer wieder auf, in den Medien, im Alltag. Plötzlich sind Wörter im Umlauf, die die fremden Nachbarn auf Abstand halten sollen: „Arbeiterstrich“ oder „Armutszuwanderung“. Diese Schieflage wollten die Sozialberatungsstelle BI und das Westend wieder gerade rücken: Zur Gesprächsrunde unter dem Motto „Zusammenleben, klar kommen“ waren alle eingeladen, offen und auf Augenhöhe über die Lage bulgarischer Wanderarbeiter im Reiherstiegviertel zu reden. Spannungen gab es trotzdem.

Endlich miteinander reden und nicht nur übereinander: So sollte es laufen am Mittwochaben...

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