Kein Opernfundus am Veringkanal!

Symbolbild Zinnwerke

300 Meter Hochregallager statt selbstgebauter Kultur und Gewerbe am Veringkanal? Auf keinen Fall, sagte die Initiative "Zinn macht Sinn" und startete eine gewitzte Protestkampagne. Der Widerstand wirkte: Obwohl der Senat schon entschieden hatte, landeten die Pläne zur Umsiedelung des Opernfundus im Papierkorb.

 

 

Opernfundus kommt nicht nach Wilhelmsburg

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Jetzt steht es fest: Der Opernfundus wird nicht nach Wilhelmsburg umziehen. Aus Senatskreisen bekam WilhelmsburgOnline.de die Bestätigung. Die Senatskommission hat demnach am Donnerstag beschlossen, dass das Lager für Kulissen und Kostüme und die Dekorationswerkstätten der Hamburgischen Staatsoper in Rothenburgsort angesiedelt werden sollen. Für die Mieterinnen und Mieter der Zinnwerke ist der Beschluss ein Etappensieg: Feiern wollen sie erst, wenn auch die Mietverträge gesichert sind. Ihr langfristiges Ziel ist der Erhalt aller Kleinunternehmen und Kulturstätten am Veringkanal. Dazu zählt auch die Soulkitchen-Halle, die akut von Räumung und Abriss bedroht ist.

„Am Anfang haben uns alle gesagt: Das werd...

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Kommentar: Ein Happy End reicht nicht

Kommentar - Ein Happy End reicht nicht

von Annabel Trautwein, Redaktion WilhelmsburgOnline.de

Ende gut, alles gut? So einfach kann sich der Senat im Streitfall Opernfundus nicht aus der Affäre ziehen. Erstens gibt es noch kein Ende. Zweitens ist immer noch ungewiss, ob es ein gutes Ende sein wird. Und drittens: Es kann nicht sein, dass ein gewählter Senat unter Ausschluss der Öffentlichkeit regiert und die Meinung der betroffenen Menschen nur dann zur Kenntnis nimmt, wenn die auf die Barrikaden gehen.

Der SPD-gef...

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Zinnwerke feiern – Entscheidung steht noch aus

Happy End an den Zinnwerken? Die endgültige Entscheidung des Senats ist noch nicht gefallen.

Alles wird gut – mit dieser Botschaft der Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) mussten die Unternehmer der Wilhelmsburger Zinnwerke am Donnerstagabend im Hamburger Rathaus vorlieb nehmen. Eine Entscheidung, ob der Opernfundus wie vom Senat beschlossen an den Veringkanal ziehen wird oder nicht, steht noch aus. Marco Antonio Reyes Loredo feiert trotzdem die Rettung der Zinnwerke. Die Nachricht, dass der Oberbaudirektor sich für einen Umzug des Opernfundus nach Rothenburgsort ausgesprochen habe, ist für ihn Sicherheit genug. Daran ändert auch nichts, dass ein gemeinsamer Appell der Fraktionen im Kulturausschuss an den Senat scheiterte.

Sowohl für die Op...

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Opernfundus: Neue Alternative zum Standort

Abwarten und Tee trinken - mehr bleibt den Mieterinnen und Mietern am Veringkanal zurzeit nicht übrig

Bei der Suche nach einem neuen Standort für den Fundus und die Werkstätten der Staatsoper zeichnet sich eine weitere Alternative ab: Statt am Wilhelmsburger Veringkanal könnte der Neubau in Rothenburgsort errichtet werden. So jedenfalls stellen es sich die Bezirksfraktionen von SPD und FDP vor. Sie wollen den ehemaligen Güterumschlagbahnhof als möglichen Standort ins Gespräch bringen. „Das Gelände ist stadtnah, nicht verseucht und es sind keine Menschen darauf“, sagt SPD-Fraktionschef Falko Droßmann. Oberbaudirektor Jörn Walter zeigt sich interessiert. Die Mieter am Veringkanal dagegen warten noch darauf, dass alte Versprechen eingelöst werden.

Der Bezirk Mitte bietet der Stadt die ideale neue Adresse f...

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Oberbaudirektor Jörn Walter erntet Kritik

Der Oberbaudirektor Jörn Walter stellte sich im Regionalausschuss in Wilhelmsburg der Kritik der Opernfundus-Gegner

Im Streit um den Opernfundus hat die Stadt den Mietern am Veringkanal eine Schonfrist eingeräumt: Die Kündigungen sollen nun alle erst Ende September in Kraft treten. Das sagte der Oberbaudirektor Jörn Walter am Dienstagabend im Wilhelmsburger Rathaus vor dem Regionalausschuss. Mit versöhnlichen Worten warb der Chef-Stadtplaner der Stadt Hamburg um Geduld und Verständnis. Doch statt der erwünschten Offenheit für die Pläne der Stadt schlug ihm von allen Seiten Kritik entgegen. Mieter, Anwohner und Politiker forderten geschlossen, dass die Kündigungen ganz zurückgenommen werden. Alle lehnten einen Umzug des Opernfundus' nach Wilhelmsburg entschieden ab.

Der Oberbaudirektor war als Vermittler in den Regio...

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Opernfundus: Bezirksamtschef soll Lösung suchen

Zinnwerke oder Opernfundus? Die Bezirksversammlung lässt die Frage noch offen

Bedeutet der Umzug des Opernfundus' an den Wilhelmsburger Veringkanal zwangsläufig das Aus für die dort ansässigen Firmen? Oder gibt es eine Lösung, die allen genug Platz lässt? Darüber haben die Politiker der Bezirksversammlung am Donnerstagabend ausgiebig gestritten. Die Fraktionen von SPD und FDP sagen, dass sie den Neubau eines Hochregallagers auf dem Gelände der alten Zinnwerke nicht unterstützen – doch sie wollen auch nicht ausschließen, dass die Wilhelmsburger dem Fundus Platz machen. „Kein Opernfundus Am Veringhof in Wilhelmsburg“, sagen dagegen Grüne, Linke und CDU.

Am Ende der Debatte waren sich SPD und FDP selbst genug: Sie überstim...

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Kommentar: Keine Chance für „Opernfundus Light“

Kommentar - Keine Chance für Opernfundus Light

von Annabel Trautwein, Redaktion WilhelmsburgOnline.de

Ein Neubau für den Opernfundus am Wilhelmsburger Veringkanal ist nur zu haben, wenn die Stadt den Unternehmen dort die Arbeitsplätze wegnimmt – das muss die SPD endlich eingestehen. Die Lösung dieses Konflikts weiter aufzuschieben, hilft niemandem: Nicht den Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburgern, die sich an der Straße Am Veringhof eine Existenz aufgebaut haben und nun die Tage bis zu ihrem Rausschmiss zählen. Nicht den Menschen im Stadtteil, die nun abwarten sollen, ob der Senat ihnen ein Hochregallager mitten ins Wohnviertel stellt und wie das dann aussehen soll.

Nicht einmal sich selbst hilf...

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Senat beharrt auf Opernstätten am Veringkanal

laut machbarkeitsstudie ist das gelände am veringhof für den opernfundus bestenfalls dritte wahl

Es ist höchstens die drittbeste Lösung und die Kosten für die Stadt sind nicht einzuschätzen – trotzdem will der Senat ein Hochregallager für den Fundus und die Werkstätten der Staatsoper am Wilhelmsburger Veringkanal bauen. Dabei gibt es Flächen, die deutlich besser geeignet sind, sagt eine Machbarkeitsstudie, die die Finanzbehörde in Auftrag gegeben hat und die WilhelmsburgOnline.de nun vorliegt. Für die Behörde ändern die Ergebnisse der Studie nichts. Das mindestens 14 Meter hohe Gebäude am Kanal wird kommen, sagt Sprecher Daniel Stricker – auch wenn kleine Unternehmen dem Neubau weichen müssen. Die Gründe für die Entscheidung sind nach wie vor unklar.

Es würde eng werden für die Opernstätten am Veringkanal: Die Fachleute der Firma Ba...

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