Neue Nachbarn: Geflüchtete Menschen auf der Insel

Symbolbild Flüchtlinge

Wilhelmsburg macht Platz für Menschen in Not: Immer mehr flüchtende Männer, Frauen und Kinder finden Schutz auf der Elbinsel. Vor Krieg, Verfolgung und existenzieller Not in ihren Heimatländern sind sie vorerst sicher. Nun stehen Politik und Verwaltung vor neuen Herausforderungen: Wie gelingt ein würdiges Leben in den Unterkünften? Tatkräftige Wilhelmsburger aus der Nachbarschaft helfen freiwillig, wo sie können – andere dagegen tun sich schwer mit der neuen Willkommenskultur.

 

 

Wilhelmsburger Willkommens-Kultur

 

Gemeinsam feiern für gute Nachbarschaft

Willkommensfest head

مساء الخير – und jetzt alle! Der Reihe nach sollen die Schüler einen guten Abend wünschen. „Wie – schon auf Arabisch?“ fragt die syrische Sprachlehrerin Rosa verblüfft. Isabel, die den Kurs moderiert, meint: „Klar! Die Menschen, die hier sitzen, wollen, sollen und müssen Arabisch lernen!“ Die Scheu in den Gesichtern der Schüler lacht die resolute Baskin einfach weg. Bei einem 30-Minuten-Kurs gibt es keine Zeit zu verlieren. Also wie war das noch mal? Misaal chayr? Masaa al-chayr? Die Wörter sind gar nicht so leicht zu verstehen – aus dem Foyer des Bürgerhauses schallt Gitarrenmusik hoch, auf der Galerie herrscht dichtes Treiben. Immer wieder lugen Neugierige durch die Scheiben ins Klassenzimmer oder schlüpfen durch die Tür hinein. Massa al-chayr!

Es ist ein bunter Kreis in Raum 110...

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Willkommensfest steigt im Bürgerhaus

Refugees Welcome

Es gibt wieder Anlass zum Feiern: Ein großes Willkommensfest für geflüchtete Menschen und hilfsbereite Nachbarn steigt am 7. Februar im Bürgerhaus. Neben Infos zu Projekten auf der Insel sind kleine Kurse, Spiele und viel Musik geplant. Auch für weitere Ideen ist noch Raum.

Das ganze Bürgerhaus i...

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Willkommensfest für neue Nachbarn

Refugees Welcome! Das war beim Willkommensfest für geflüchtete Menschen am Sonntag deutlich zu spüren. Alte Bekannte und neue Nachbarn feierten und tanzten zusammen zu Livemusik und mitgebrachten Hits. Bis in die Abendstunden lief das Fest zwischen Containersiedlung und Atelierhaus am Veringkanal. WilhelmsburgOnline.de hält die Stimmung in Bildern fest.

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Atelierhaus23 will Flüchtlingen Perspektive bieten

Open House Atelierhaus23

Ran an die Farbtöpfe! Raus mit der Kreativität! So lautete das Motto am Tag der offenen Tür am Samstag im Atelierhaus23. Die Besucher hatten wie jedes Jahr beim „Open House“ Gelegenheit, in mehr als 40 Ateliers den Malern, Illustratoren, Designern, Tänzern, Musikern, Bildhauern und Fotografen vom Veringkanal über die Schulter zu schauen und mit ihnen persönlich ins Gespräch zu kommen.

„Ich bin aus meinem Atelier kaum rausgekomme...

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Der Kurdamm tanzt

Folkstanzwirbel am Kurdamm

Der erste Tanzabend des Interkulturellen Gartens auf dem Hof der Flüchtlingsunterkunft Kurdamm hat viele Wilhelmsburger bewegt. Gemeinsam mit Arne Tingel Theophil vom FolksTanzWirbel forderte der Verein eingesessene wie zugewanderte Bewohner der Insel zum Tanz auf.

„M...

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Fast wie ein Zuhause: Syrerinnen finden Zuflucht

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Die Ente ist wieder da. Sie schaukelt über das kleine Rasenstück im Vorgarten auf das Haus in der Kirchdorfer Neubausiedlung zu, vorbei an Windspielen und Frühlingsblumen. „Hallo Ente“, sagt Amira*. Zwei Tage lang fehlte sie in dem vertrauten Bild vor dem Küchenfenster: Hyazinthen im Blumenkasten, Kinderfahrräder auf dem Bürgersteig, geziegelte Carports und Mülltonnen mit farbigen Deckeln, täglich kommt der Postbote auf seinem Fahrrad vorbei. Und nun ist auch die Ente wieder da. Amira lächelt. So ähnlich könnte sich anfühlen, zu Hause zu sein.

Zu Hause aber gibt es nicht mehr...

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Nachbarschaftshilfe nimmt Form an

Helfertreffen von Die Insel spendet bei Don Matteo

Die Pasta ist schon serviert, da fängt das Tischerücken an. Viel mehr Freiwillige als erwartet sind am Dienstagabend ins Ristorante Don Matteo gekommen. 42 feste Zusagen gab es in der Facebook-Gruppe „Die Insel spendet“. Massimo Giuliotta vom Don-Matteo-Team runzelt die Stirn. „Wenn dann 70 kommen, dann wird es eng“. Er schleppt eine Biertisch-Garnitur an, ein Salat wird durchgereicht, Nachbarn begrüßen sich, das Rumpeln und Reden klingt aus. Es kann losgehen – das erste Treffen engagierter Menschen aus ganz Wilhelmsburg, die Zeit, Wissen, Sprit und Tatkraft einsetzen wollen, um Flüchtlingen im Stadtteil zu helfen.

Schon am Freitagmorgen soll die Spendenannahmestelle ...

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Die Insel hilft – Solidarität für Flüchtlinge

Karl-Arnold-Ring 2

Wer hat noch Kleider oder Spielzeug im Keller? Wer kann Arabisch, Französisch, Bosnisch übersetzen? Wer hat ein bisschen Zeit zum Vorlesen übrig? Die Ankunft von Flüchtlingen in Kirchdorf-Süd hat in Wilhelmsburg eine Welle der Solidarität ausgelöst: Hunderte Menschen aus dem Stadtteil organisieren Hilfe für die geflüchteten Familien am Karl-Arnold-Ring. Für die städtischen Helfer von Fördern und Wohnen ist die Unterstützung aus der Nachbarschaft ein Segen – und zugleich eine organisatorische Mammutaufgabe. WilhelmsburgOnline.de erläutert, wie die Hilfe am besten wirkt.

Bei Fördern und Wohnen klingelt pausenlos das Telefon, die Mailbox der K...

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Kraftakt für Politik und Verwaltung

 

Attacke mit Ei – Flüchtlingsthema löst Tumult aus

Ei Flüchlinge Info Bezirksamtschef

„Warum bringen Sie die nicht in der Elbphilharmonie unter?“ Der Mann aus dem Publikum braucht kein Mikro, seine Stimme bebt vor Zorn. „Oder im Rathaus?“ Regieren würden die Flüchtlinge ja sowieso bald – „und die Deutschen dürfen dann das Klo putzen!“ Plötzlich fliegt etwas durch den Saal auf Andy Grote zu und zerplatzt am Tischbein. Der Mann stürmt zur Tür heraus, der Bezirksamtschef wischt sich einen Spritzer Eiklar vom Revers und sagt: „Diese Einschätzung teile ich nicht.“

Unmut erlebt Andy Grote häufiger, wenn er Pläne für den Bau neuer Unterkünfte für Flü...

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Flüchtlingshilfe bringt Behörden an ihre Grenzen

Flüchtlinge Container Dratelnstraße

Millionen Menschen auf der Welt fliehen vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat – rund 900 davon sollen in Wilhelmsburg Zuflucht finden. Was tun die Verantwortlichen in den Behörden, um die Notleidenden aufzunehmen und menschenwürdige Unterkünfte zu schaffen? Wieso waren sie nicht besser vorbereitet? Und welche Rolle spielen freiwillige Helfer von der Insel bei der Bewältigung der humanitären Krise? Bezirkspolitiker und Fachleute von Innenbehörde, Sozialbehörde sowie Fördern und Wohnen erläuterten im Bürgerhaus Wilhelmsburg Hintergründe, Herausforderungen und die nächsten Schritte.

„Mit der ehemaligen Schule Karl-Arnold-Ring haben wir Ihnen ei...

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Grote: „Die Hilfsbereitschaft ist großartig“

Alte Schule Karl-Arnold-Ring

Die Pläne des Senats zur Notunterbringung von Flüchtlingen stoßen in Wilhelmsburg auf gemischte Gefühle. Manche Inselbewohner fühlen sich verunsichert, überfordert, bedroht. Warum kommen so viele ausgerechnet auf die Insel? Weshalb sind es auf einmal so viele? Andere Menschen in Wilhelmsburg fragen sich, wie sie am besten helfen können, und organisieren Unterstützung für die geflüchteten Familien am Karl-Arnold-Ring. Über gute Nachbarschaftshilfe und schwierige Aufnahme-Bedingungen spricht Bezirksamtsleiter Andy Grote (SPD) im Interview mit WilhelmsburgOnline.de.

Am Karl-Arnold-Ring sollen 300 Flüchtlinge wohnen, i...

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Flüchtlinge auf der Insel: Behörden prüfen Kosten

Die Brachfläche an der Sanitasstraße könne auch für ein Flüchtlingsquartier in Frage kommen (Large)

Die Ansiedlung von Flüchtlingen am Kurdamm ist wieder in der Schwebe. Noch sind keine Wohncontainer auf der Fläche aufgestellt worden. Der Boden müsse noch geprüft werden, teilte die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) mit. Dabei geht es auch um Kostenfragen, sagte ein Sprecher der Behörde auf Nachfrage von WilhelmsburgOnline.de. Eine andere Fläche soll nicht infrage kommen, weil dort Investitionen in den Wohnungsbau vorgesehen sind. Nun zeichnet sich eine dritte Idee ab: Auch auf der Brachfläche an der Sanitasstraße könnten Menschen in Containern wohnen, schlägt der Bezirk vor.

Das Containerdorf für rund 130 Menschen auf dem Gelände d...

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Georg-Wilhelm-Höfe: Flüchtlinge statt Bagger

Am Standort der Georg-Wilhelm-Höfe sollen vorerst Flüchtlinge wohnen

Eigentlich sollte in den Georg-Wilhelm-Höfen eine neue Wohnanlage entstehen. Doch EU-Recht hat den Bau verzögert. Weil Firmen in der Umgebung Chemikalien umschlagen, braucht der Neubau eine Sondergenehmigung. Bis die ersten Bagger anrollen, werden hier Flüchtlinge in Containern wohnen.

„Wenn die B...

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Die Lage in Wilhelmsburg

 

Dratelnstraße: Holzhäuser gegen die Winterkälte

Flüchtlingsunterkunft Dratelnstraße 3 (large)

Die Zelte in der Flüchtlingsunterkunft Dratelnstraße II werden durch provisorische Bauten aus Holz ersetzt – so lautet der neue Plan, den die Wilhelmsburger Politikerin Kesbana Klein heute Abend in der Bezirksversammlung verkündete. Die Männer, Frauen und Kinder sollen warm und trocken durch den Winter kommen.

Die Zusage sei ganz fri...

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800 Flüchtlinge mehr – Belastung für die Insel?

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Die Erstaufnahmestellen für Flüchtlinge in Wilhelmsburg platzen aus allen Nähten: 800 Menschen zusätzlich sollen an der Dratelnstraße in Zelten unterkommen, auch am Karl-Arnold-Ring will die Innenbehörde weitere Plätze schaffen. Bezirk und Stadtteilbeirat laufen Sturm: Die Belastung für die Insel sei zu groß. Doch wen in Wilhelmsburg belastet der Zuwachs in den Flüchtlingsunterkünften überhaupt?

Bisher war von 500 oder 650 zusätzlichen Plätzen die Rede ...

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Leben in den Unterkünften

 

Brand in Wohncontainern war offenbar Unfall

Flüchtlinge Unterkunft Container Brand

In der Flüchtlingsunterkunft an der Georg-Wilhelm-Straße haben heute Nacht Wohncontainer gebrannt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von einem Unfall aus. 22 Flüchtlinge aus vier Containern wurden nach Angaben von Fördern und Wohnen in anderen Unterkünften untergebracht, weil ihre Behausungen unbewohnbar sind.

Offenbar wurde der Bra...

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Flüchtlinge protestieren am Karl-Arnold-Ring

Flüchtlinge protestieren vor Notunterkunft

Protestschilder, Sitzblockade, Klagen – vor der Flüchtlingsunterkunft in Kirchdorf-Süd gab es am Dienstagabend Zoff. Die Geflüchteten sind frustriert über die Enge in der Notaufnahmestelle, beklagen sich über einen Mangel an Duschen und Toiletten und fordern richtige Betten und wärmere Räume. Der Protest vor der alten Schule am Karl-Arnold-Ring zog nicht nur Blicke aus der Nachbarschaft an. Auch die Polizei und Verantwortliche von Fördern und Wohnen rückten aus, um die Lage in den Griff zu bekommen. Nun zeichnet sich ein Erfolg für die Flüchtlinge ab: Die Bedingungen in der Unterkunft sollen besser werden, versprach Fördern und Wohnen auf Nachfrage von WilhelmsburgOnline.de.

Vier Duschen für mehr als 180 Männer, Frauen und Kinder, zu wen...

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Flüchtlinge treffen in Kirchdorf-Süd ein

Karl-Arnold-Ring 2

Am Karl-Arnold-Ring 11 in Kirchdorf-Süd ziehen die ersten Flüchtlinge ein. Seit Donnerstag läuft die Unterbringung im ehemaligen Schulgebäude, wie Bezirksamtsleiter Andy Grote (SPD) am Donnerstagabend in der Bezirksversammlung bestätigte. Die frühere Schule soll Platz für 300 Menschen bieten. Sie ist eine von fünf Notunterkünften, mit der die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (Basfi) den dramatischen Andrang von Flüchtlingen begegnen will. Auch an der Dratelnstraße sollen Notunterkünfte geschaffen werden. Auf dem ehemaligen igs-Parkplatz sollen im Oktober 240 Menschen in Container einziehen.

Es fehlt Platz für Flüchtlinge in Hamburg – doch trotzdem immer mehr Menschen in der Stadt an, die vor unerträglichen Verhältnissen in ihren Heimatländern ins Ungewisse geflohe...

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