Stunk um die Verlegung der Reichsstraße

die alte reichsstraße reicht aus, sagen die gegner des neubauvorhabens - jetzt wollen sie vor gericht klagen

Gestank und Lärm weit über der Schmerzgrenze – das befürchten einige Wilhelmsburger, wenn die Reichsstraße verlegt wird. Mit lautstarkem Protest gingen die Engagierten Wilhelmsburger gegen den Plan an, kurz darauf folgte eine Klage. Der Spatenstich zum Umbau geschah trotzdem noch vor dem richterlichen Beschluss. Anwohner am Katenweg sehen sich bestätigt – und protestieren mit ungewöhnlichen Mitteln weiter.

 

 

Besser als nix: Holzwand als Schutz am Katenweg

Sabine Böttger in ihrem Garten (Large)

Der Protest gegen den Bahnlärm am Katenweg scheint zu wirken: Statt freiem Blick auf die Gleise haben die Anwohner nun Holzwände vor Augen, die den Lärm ein wenig dämpfen. Die Wände dienen aber nur dem Sichtschutz und sollen nach acht Wochen wieder abgebaut werden, sagt die Planungsgesellschaft DEGES. Mobilen Lärmschutz am Katenweg lehnen sowohl die DEGES als auch die Stadt Hamburg ab – aus verschiedenen Gründen. Der Senat sagt: Der Bau von provisorischen Lärmschutzwänden ist dort nicht möglich. Eine Sprecherin der DEGES sagt: „Das ist einfach viel zu teuer.“

„Es ist ein bisschen leiser geworden, aber natürlich nicht so, w...

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Da hilft nur ‏“Om“: Wilhelmsburger im Dauerlärm

Lärm-Yoga1 (Large)

Fünf Meter neben ratternden S-Bahnen, brausenden Regionalzügen und kreischend bremsenden Güterwaggons die innere Ruhe bewahren – das übten die Engagierten Wilhelmsburger am Samstag am Katenweg. Etwa 30 Aktivisten und Freunde trafen sich um fünf vor zwölf zum „Wilhelmsburger Lärm-Yoga“ im Garten von Alfred Lischewski und Sabine Böttger. Trotz der humorvollen Aktion ist der Frust am Rande des Bahndamms deutlich zu spüren: Seit Bagger mitten in der Nacht die Lärmschutzwände wegrissen, sind die Nachbarn dem Krach schutzlos ausgesetzt. „Es ist einfach Terror“, sagt Alfred Lischewski.

Um 2.15 Uhr in der Nacht zu Samstag, 22. Februar endete der Frieden am Katenweg...

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Reichsstraße: Jubel und Protest zum Baubeginn

Mit vereinten Kräften setzten Bürgermeister Olaf Scholz, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Verkehrssenator Frank Horch die Spaten an

Die einen schmückten ihre Spaten mit Schleifen in Deutschlandfarben und Hamburgisch Rot-Weiß, die anderen banden ihnen den Trauerflor um: Jubel und Protest zum Baubeginn der neuen Wilhelmsburger Reichsstraße lagen am Donnerstag kaum 200 Meter voneinander entfernt. Die Engagierten Wilhelmsburger trafen sich in Trauerkleidung am Gertrud-von-Thaden-Platz und legten rote Rosen auf den Sarg, in dem symbolisch die neue Reichsstraße begraben werden sollte. Sie trauerten um ihre Chance auf Mitbestimmung – Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) hingegen ließen die Bürgerbeteiligung hochleben. Gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vollzogen sie den ersten Spatenstich. Er sei keinesfalls symbolisch, sagte Horch. Der Bau soll beginnen – trotz der noch laufenden Klagefrist.

Für die Kritik am Neubau der Wilhelmsburger Rei...

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Klagst du noch oder gräbst du schon?

Die Klagefrist läuft noch - trotzdem setzen die Politiker von Bund und Land schon mal zum ersten Spatenstich an

Die Klagefrist läuft noch – trotzdem soll der Umbau der Wilhelmsburger Reichsstraße symbolisch morgen schon starten. Gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wollen Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) am Donnerstag an der Neuenfelder Straße zum ersten Spatenstich ansetzen. Die Gegner des Projekts nutzen den Anlass für eine Protestaktion. Viele von ihnen haben bereits Klage gegen das Bauvorhaben eingereicht.

Der Spatenstich soll nur ein ...

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Solidargemeinschaft Relewi will klagen

die alte reichsstraße reicht aus, sagen die gegner des neubauvorhabens - jetzt wollen sie vor gericht klagen

Der Beschluss ist gefasst: Die Gegner der neuen Wilhelmsburger Reichsstraße wollen vor Gericht gegen das Bauprojekt klagen. Bei einer Gesellschafterversammlung der Solidargemeinschaft Rechtsschutz Lebenswertes Wilhelmsburg (Relewi) am Donnerstag stimmten 131 Personen für die Klage, nur zwei stimmten dagegen. Nun soll das Oberverwaltungsgericht darüber entscheiden, ob das Bauvorhaben wie geplant umgesetzt werden darf.

„Die Planung...

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Neue Reichsstraße ist beschlossene Sache

Vier Fahrspuren auf 14 Metern Breite - die einen sehen das als Risiko, die anderen als Vorteil

Die Verlegung und der Ausbau der Wilhelmsburger Reichsstraße sind beschlossene Sache. Nur eine Klage könnte das Vorhaben nun noch stoppen. Genau das ziehen rund 200 Menschen auf der Elbinsel nun in Erwägung. Mitstreiter Jochen Klein sieht hinreichend Anlass, vor Gericht zu ziehen. Die Stadt nehme sehenden Auges erhebliche Risiken, Nachteile und Regelverstöße in Kauf, sagt er – und das, obwohl der Nutzen der neuen Reichsstraße überhaupt nicht erwiesen sei. Die Verkehrsbehörde dagegen hält das Bauvorhaben für notwendig und sinnvoll – nicht nur, aber auch für Wilhelmsburg.

Der Beschluss betrifft fast die gesamte Strecke der Bundesstraße 4...

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Kritik an igs-Ausstellung zur Reichsstraße

Touristen auf der internationalen Gartenschau informieren sich über die Vorzüge der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstaße

Die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße bringt nur Gutes für die Menschen auf der Insel – diesen Eindruck erweckt ein Container auf der internationalen Gartenschau (igs). Auf neun Schautafeln ist dort dargestellt, welche Vorteile das geplante Bauvorhaben für die Anwohnerinnen und Anwohner bringen soll. Von Nachteilen oder Kritik aus dem Stadtteil ist jedoch keine Rede. Das will der Beirat für Stadtentwicklung Wilhelmsburg so nicht stehen lassen. Die Politiker von der Elbinsel verlangen Raum für eine Gegendarstellung. Außerdem sollen Menschen aus dem Stadtteil freien Zugang zur Gartenschau bekommen, um ihre Meinung an Ort und Stelle zu vertreten.

„Wilhelmsburger Perspektiven“ steh...

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