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Audiobeitrag: So klingt das Elbinsel Gipsy Festival

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Das diesjährige und somit siebte Elbinsel Gipsy Festival hat ein weiteres Mal begeistert. Vergangenes Wochenende fanden im Bürgerhaus Wilhelmsburg wieder Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen statt. Zentrales Thema waren neben der Musik die Geschichte, Kultur und Verfolgung der Sinti und Roma. In Wilhelmsburg lebt eine sehr große Sinti Familie: die Familie Weiss. Eines ihrer Mitglieder stand am Samstagabend auf der Konzertbühne: der Saxofonist Kako Weiss vom Café Royal Salonorchester. Er war Gastmusiker während des Auftritts von Sandro Roy und dessen Quartett. Sandro Roy ist 20, aus Augsburg und klassisch ausgebildetet Violinist. Er vereint mit seinem Quartett europäischen Gipsy Swing und amerikanischen Jazz. Vergangenen Samstag hat er mit dieser Kombination das Publikum gerührt. Ob Sinti oder Nicht-Sinti – der Mensch an sich kann sich seiner Violine und deren Magie und Kraft schwer entziehen. Redakteurin Naima Limdighri war mit Mikrofon und Aufnahmegerät im Bürgerhaus unterwegs und hat für euch Eindrücke vom Konzertabend gesammelt. Hört rein!

 

 

von Naima Limdighri

 

 

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Mit Historikern den Bunker erkunden

Die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg und Hafen lädt zu einer Erkundungstour durch den Bunker ein. Was bedeutete er für die Inselbewohner während des Krieges? Wie aus dem maroden Betonklotz ein Energie-Projekt? Der Rundgang durch die Gemäuer an der Neuhöfer Straße soll diese Fragen beantworten und ein Stück Inselgeschichte ins Gedächtnis rufen, von dem nur noch wenige Wilhelmsburger erzählen können. Auch urbane Legenden wollen die Historiker kritisch hinterfragen – etwa die Geschichte, dass es den Briten einfach nicht gelingen wollte, das Bauwerk zu sprengen.

Der erste Rundgang der Saison startet am Sonntag, 8. März, um 14.30 Uhr. An jedem zweiten Sonntag im Monat soll um diese Zeit ein Rundgang angeboten werden...

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Veringkanal soll ein „Dursun Akçam Ufer“ bekommen

Marco Moreno am Ufer des Veringkanals

Aus seinem Heimatland Türkei musste er fliehen, in Wilhelmsburg half Dursun Akçam türkischen Kindern, in der Fremde heimisch zu werden – dafür will Marco Moreno dem Mann ein Denkmal setzen. Er will den Wanderweg am westlichen Ufer des Veringkanals nach dem politischen Flüchtling und Aufklärer benennen lassen. Ein Antrag liegt schon bereit. Kommt er durch, würde Wilhelmsburg damit ein wichtiges Zeichen des Respekts setzen, sagt Marco Moreno – nicht nur für Dursun Akçam, sondern für alle Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburger ausländischer Herkunft, die auf der Insel Wurzeln geschlagen haben.

„Einer der ersten Vermittler zwischen der türkischen und der deutsc...

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