Kinderzeitung: Ostern, Eier und Propheten

Ostereier

Zu Ostern sind sie überall: Eier. Schon seit Wochen liegen bunt verpackte Schoko-Eier in den Geschäften. Auch an Bäumen und Sträuchern in Wilhelmsburg können Kinder bunte Eier entdecken. Viele malen zu Ostern Eier an oder suchen Ostereier im Garten oder in der Wohnung. Aber warum das Ganze?

Ostereier bemalen und suchen ist ein Brauch, der mit dem Osterfest gar nicht direkt zu tun hat. Das Fest stammt aus der christlichen Religion. Es erinnert an eine Geschichte aus der Bibel. Darin wird erzählt, dass Jesus Christus an Ostern von den Toten auferstanden ist. Die Christen verehren Jesus als den Sohn Gottes. Sie glauben, dass Jesus wieder lebendig wurde, um den Menschen zu zeigen, dass Gott sie aufnimmt, wenn sie eines Tages nicht mehr leben.

Nicht alle Familien in Wilhelmsburg feiern Ostern. Für Muslime hat das Fest keine besondere Bedeutung. Im Islam, ihrer Religion, kommt die Geschichte von der Auferstehung von Jesus nicht vor. Jesus wird trotzdem von vielen Muslimen verehrt. Im Islam gilt er aber nicht als Sohn Gottes. Er ist ein Prophet, der den Menschen Botschaften von Gott bringt. Die Muslime haben auch einen anderen Namen für ihn: Sie nennen ihn nicht Jesus, sondern Issah.

Die Ostereier kommen aber weder aus dem Christentum noch aus dem Islam. Der Brauch stammt aus einer Zeit, als es die beiden Religionen noch nicht gab. Damals schon feierten die Menschen im Frühling. Sie freuten sich, dass die Natur wieder zum Leben erwacht. Die Eier sind ein Symbol für Fruchtbarkeit.

von Annabel Trautwein

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ein Kommentar zu Kinderzeitung: Ostern, Eier und Propheten

  • Lisa  sagt:

    Sehr schöner Text. Gestern noch haben wir uns genau die Frage gestellt 🙂 und zack, da haben wir schon die Lösung.
    Liebe Grüße,
    Lisa

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