800 Flüchtlinge mehr – Belastung für die Insel?

DSC_1156 (Large)

Die Erstaufnahmestellen für Flüchtlinge in Wilhelmsburg platzen aus allen Nähten: 800 Menschen zusätzlich sollen an der Dratelnstraße in Zelten unterkommen, auch am Karl-Arnold-Ring will die Innenbehörde weitere Plätze schaffen. Bezirk und Stadtteilbeirat laufen Sturm: Die Belastung für die Insel sei zu groß. Doch wen in Wilhelmsburg belastet der Zuwachs in den Flüchtlingsunterkünften überhaupt?

Bisher war von 500 oder 650 zusätzlichen Plätzen die Rede – Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde, spricht von am Donnerstag von 800 Menschen, die der Senat kurzerhand in einem Zeltlager an der Wilhelmsburger Dratelnstraße einquartiert hat. Den Zahlen auf seinem Schreibtisch zufolge leben in den Containern nebenan derzeit fast genauso viele geflüchtete Frauen, Männer und Kinder, sagt er im Gespräch mit WilhelmsburgOnline.de. Jedenfalls seien es insgesamt 1.600 Plätze. Die Statistik ändert sich täglich, die Behörde kommt kaum hinterher. Die aktuellste Zahl der Flüchtlinge in der leerstehenden Schule am Karl-Arnold-Ring ist von Dienstag: 245 Personen, sagt der Sprecher auf Anfrage. Auch dort sollen noch rund 30 weitere Plätze entstehen. „Da gibt es noch eine Turnhalle“, sagt Frank Reschreiter.

Zeltlager Dratelnstraße – laut Behörde der einzig geeignete Platz in Hamburg

Rund 200 Flüchtlinge pro Tag kommen laut Innenbehörde derzeit neu in Hamburg an. Im Juni zählte sie 14.000 Neuankömmlinge, im April waren es knapp halb so viele. Es sei ein „massiver Ansturm“, sagt Frank Reschreiter. Schon im ersten Halbjahr 2015 ist die Gesamtzahl von 2014 überschritten. Doch wegschicken kann Hamburg die Menschen auch nicht – Flüchtlingen Schutz zu bieten ist gesetzliche Pflicht. Insofern habe der Senat aus der Not heraus entschieden, als er bei seiner Sitzung am 30. Juni beschloss, das Lager an der Dratelnstraße um 800 Zeltschlafplätze zu vergrößern. „Es war die einzige Möglichkeit“, versichert der Behördensprecher. Im ganzen Stadtgebiet habe es keine andere Fläche gegeben, auf denen die Menschen hätten unterkommen können. Es seien zwar andere Standorte vorgeschlagen worden, aber keine brauchbaren. Welche Vorschläge das gewesen seien, kann Frank Reschreiter auf die Schnelle nicht sagen. Bei der Sitzung sei er nicht dabei gewesen, sagt er.

Normalerweise entscheiden in Hamburg Senat und Bezirke gemeinsam, wo Flüchtlinge versorgt werden sollen. Die Bezirke schlagen Orte vor, Innenbehörde und Sozialbehörde prüfen. Diesmal lief es anders – erst im Nachhinein erfuhren Andy Grote und sein Team aus Hamburg-Mitte von der Verdoppelung an der Dratelnstraße. Der Bezirksamtschef haute auf den Putz: „Wilhelmsburg wird über seine Leistungsgrenzen hinaus belastet. Sowas darf man nicht machen“, kritisierte er im Interview mit Hamburg1. Auch Mopo und Abendblatt berichteten vom Zoff zwischen Bezirk und Senat. Der Ärger im Bezirk hat sich noch nicht gelegt. „Es wurden Fakten geschaffen“, kritisiert Sprecherin Sorina Weiland. Gute Zusammenarbeit aber hätte Absprachen erfordert. Nur das Wort „Belastung“ gefällt ihr nicht. Sie sagt: „Man darf die Geduld auch nicht überstrapazieren.“

Lutz Cassel, Vorsitzender des Stadtteilbeirats Wilhelmsburg, drückt sich weniger diplomatisch aus. „Das Haus ist voll“, sagt er im Gespräch mit WilhelmsburgOnline.de. Die Stadt missbrauche die Insel und ihre „bisher überaus toleranten Bürger“ als „Abladeplatz“, schreibt er in einer Stellungnahme des Beirats. „Ein solches Vorgehen gegenüber einem der ärmsten Stadtteile im Bezirk Mitte kommt einem Rückfall in die 60er, 70er und 80er Jahre gleich, wo durch die Besiedelungspolitik der damaligen Hamburger Senate eine Verschlechterung der Soziostruktur Wilhelmsburgs bewusst in Kauf genommen wurde.“ Ob dieser Vergleich die Meinung der Vertreter aus den Quartieren spiegelt, ist offen – die letzte Sitzung lag vor dem Senatsbeschluss. Für Lutz Cassel jedoch ist klar: So viele Flüchtlinge sind schlecht für die Insel.

Wer spürt eine Belastung – und warum?

Doch wieso gilt es überhaupt als Last für die Wilhelmsburger, wenn geflüchtete Frauen, Männer und Kinder in ihrem Stadtteil leben? Auf diese Frage weiß der Beiratsvorsitzende auch keine klare Antwort. Störungen im sozialen Getriebe sehe er nicht, räumt er auf Nachfrage von WilhelmsburgOnline.de ein. Außerdem, so führt er an, fielen die Flüchtlinge unter den vielen Wilhelmsburgern ausländischer Herkunft optisch kaum auf. Konkrete Klagen von Anwohnern habe er auch nicht vernommen. Trotzdem fürchtet der Beiratsvorsitzende, dass die viel gelobte Willkommenskultur in Wilhelmsburg Schaden nimmt. „Sie könnte umkippen, wenn man immer weiter reinsteckt und reinsteckt“, sagt er.

Ein Anruf beim Verein „Die Insel hilft“ zeigt: 800 Flüchtlinge zusätzlich können belastend sein – für die Menschen, die tatsächlich anpacken und helfen. „Wir kommen an unsere Grenzen“, sagt Diana Ennet. Als Vorsitzende des Vereins koordiniert sie Kleiderspenden für Flüchtlinge, Deutschkurse, Freizeitgruppen und Begleiter für Amts- oder Arzttermine. Dass es diese Hilfen gibt, ist vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Wilhelmsburg zu verdanken. Nach monatelangem Einsatz aber findet der Verein immer weniger Helfer, die zuverlässig mitmachen. Gerade erst mussten sie die Öffnungszeiten der Kleiderkammer auf einen Tag begrenzen, erzählt Diana Ennet – und am nächsten Tag standen plötzlich hunderte Neuankömmlinge aus dem Zeltlager Dratelnstraße vor der Tür, die dringend Kleidung brauchten. „Wir helfen allen, die da sind – sofern wir können“, sagt die Wilhelmsburgerin. Aber oft kann auch sie nicht mehr.

Das Engagement auf der vermeintlich sozial schwachen Insel hat sich herumgesprochen in Hamburg. Bei der Entscheidung für den Standort Dratelnstraße habe das aber sicherlich keine Rolle gespielt, versichert Behördensprecher Frank Reschreiter. Diana Ennet denkt anders darüber. „Es gibt schon das Gefühl: Da in Wilhelmsburg herrscht Multikulti, die kriegen das schon hin“, sagt sie. Auch sie wünscht sich, dass andere Stadtteile mehr Flüchtlinge aufnehmen. „Nicht, weil wir die hier nicht haben wollen“, fügt sie schnell hinzu. Mit Stimmen, die Flüchtlinge per se als Last und Makel für den Stadtteil darstellen, will sie nichts zu tun haben. „Leuten Schutz zu geben, die auf der Flucht sind und Angst haben, ist unsere Pflicht“, sagt sie. „Wir wünschen uns, dass Flüchtlinge genug Menschen um sich haben, die ihnen helfen wollen und können.“

von Annabel Trautwein

 

 

31 Kommentare zu 800 Flüchtlinge mehr – Belastung für die Insel?

  • Jan Richter  sagt:

    Es wird Zeit, dass wir anfangen die sog. Flüchtlinge als Mitmenschen betiteln. Lutz Cassel geht also davon aus, dass Flüchtlinge zur verschlechterung der Wohn und Lebenssitution führt. Das ist klarer Rassismus und stigmatisierung meiner und unserer Mitmenschen.

     

    Ich muss sagen, ich fühle mich in diesem von ihm als "durch Besiedelungspolitik der 60er 70er etc. der des damaligen und heutigen Hamburger Senates  verschlechterten Wohnviertel  Wilhelmsburg"  deutlich wohler als sonst wo.

    Solche äußerungen sind das Sprungbrett für Anschläge durch besorgte Bürger wie Lichtenhagen und die aktuellen in "meist" ostdeutschen Städten.

    Denken sie mal etwas nach und teilen Sie nicht ihre ihre Mitmenschen auf.

  • Birte  sagt:

    Ich finde solche Aussagen wie "Das Haus ist voll" brandgefährlich. Das Haus ist nicht voll und diese Menschen brauchen Schutz. Natürlich sollten die Flüchtlinge auf alle Stadtteile verteilt werden, aber wenn woanders besorgte Rassisten klagen, muß eben eine Lösung her. Ich jedenfalls fühle mich in meiner Lebenqualität nicht beeinträchtigt und statt hier Parolen zu schwingen, sollte man lieber helfen. Ich würde es tun, wenn ich nicht schon wieder auf dem Sprung in die nächste Stadt wäre.

  • ichoderdu  sagt:

    Die Aussage von Lutz Cassel, Vorsitzender des Stadtteilbeirats Wilhelmsburg, ist doch wieder mal typisch für diese Art von Flüchtlingsfeinden. Irgendwas meckern weil man irgendwas von irgendwem durch irgendwelche Vermutungen gehört hat. Aber wenn man dann klar was benennen soll, kommt nur ein blabla und irgendwelche Vermutungen. Ich persönlich wohne wenige hundert Meter von der Dratelstraße entfernt und ich weiß nicht warum ich irgendwie Angst oder ein unwohl sein oder sonst irgendwelche negativen Gefühle haben sollte. Keiner der diese lange Flucht auf sich nimmt, macht dies weil ihm gerade aus einer Laune heraus danach ist. Da steckt ernsthafte Not dahinter. Sonst mache ich sowas nicht. Solche Leute kotzen mich einfach nur an.

  • Anonymous  sagt:

    Hat eigentlich schon jemand ein Flüchtlingslager von innen gesehen?

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, das dort beispielsweise Essen aus den Fenstern geschmissen wird, wenn es nicht schmeckt. Der Müll türmt sich, weil das Reinigungspersonal nicht hinterher kommt. Und ab und an wird auch mal aus dem Fenster uriniert!

    Und warum jeder ein neues I-Phone haben muss, wenns ein normales Handy auch tun würde, ist mir sowieso ein Rätsel.

    • Birte  sagt:

      Solchen Dünnpfiff kann man wohl nur anonym von sich geben

    • Thomas  sagt:

      Mein bester, dazu brauche ich nicht in ein Flüchtlingslager zu gehen soetwas finde ich auch in "Stinknormalen" Wohngegenden.

    • Birte  sagt:

      Ich komme gerade aus dem Erstaufnahmelager hier und ich habe kein einziges Iphone gesehen und Müllberge auch nicht. Da sieht unser Müllkeller hier schlimmer aus. Ich habe mit den Menschen dort gesprochen und ich habe sie gesehen. Vielen war anzusehen, wie schwerst traumatisiert sie sein müssen.

    • Victor  sagt:

      Diese geile Aussage auch. "Da wird Essen aus den Fenstern geschmissen!"

      … OH mein Gott, wie soll der Rechtsstaat nun damit umgehen?

      Bei manchen kommt dann wohl die Ausländerbehörde und sagt: Sie werden ausgewiesen! Wir haben hier Beweisfotos von aus dem Fenster geschmissenem Essen! Und dann noch draufuriniert! Wer soll das denn so noch essen?! Also so ein Schmuddelasylant! Raus mit dir, geh zurück ins Kriegsgebiet und urinier da aus dem Fenster!

      Oh Herr lass Hirn vom Himmel fallen…

    • gerd  sagt:

      Hallo ! Es wäre doch ganz einfach , jeder der hier so laut tönt sollte doch ein Paar Flüchtlinge bei sich aufnehmen.,Es war mal die Sprache von Hunderttausend lach.

      Hilfe ist notwendig ja , sollte aber überschaubar sein . das ist aber nicht mehr der Fall
       

  • Anke Kewitz  sagt:

    Warum sich der Vorstand des Beirates Wilhelmsburg zu so einen Brief berufen fühlt kann ich nicht nachvollziehen, zumal bekannt sein müßte das die Bezirk und Regionalebene von HH-Mitte keinerlei Entscheidungsbefugnisse haben.Ich erinnere an die Bezirksreform, die nach jeder Wahl in Angriff genommen werden sollte."Pustekuchen"Ich möchte das weiterhin auf unserer Insel für alle Menschen die in Not sind die Hilfen die benötigt werden auch gewährt werden. Schließlich standen ja auch von Heute auf Morgen Millionen € für die Olympiabewerbung zur Verfügung. Da wurden wir auch nicht gefragt und niemand von denen die sich berufen fühlen, sich für die Insel einzusetzen, hat öffentlich darüber Beschwerde geführt.

     

  • JohannHumburg  sagt:

    Eines verstehe ich nicht: der Vorsitzender des Beirats WIlhelmsburg Herr Lutz Cassel hat seinerzeit bei der Veranstaltung im Mai letzten Jahres  im Bürgerhaus, als Andy Grothe die Wilhelmsburger auf die damals neue Erstaufnahmestellen Karl-Arnold-Rind ung Drattelnstrasse einstimmmen wollte, so sehr von der Wilhelmsburger Willkommenskultur  etc. geschwärmt. Und nun wird es ihm zu viel ? 

    Nun: besser eine spätere Einsicht als gar keine. Erst wenn die letzte Grünfläche mit Zelten vollgestellt wird und die letzte Turnhalle für Schüler und Sportvereine unbenutzbar weil mit Asylantragstellern vollgestellt wrid, wird man hier feststellen, dass man die wirtschafltichen Weltprobleme nicht dadurch lösen kann, dass man alle hier nach  Deutschland holt. 

    Und noch mag die Sozialarbeiter-Industrie und die vielen Rechtsanwälte und Sicherhetisdienste und auch Containerhersteller jubeln, dass dank der Flüchtlingen bei ihnen der Rubel rollt. Aber der Sozialetat ist endlich, irgendwann werden wegen der Kosten man auch die Einkommen der Sozialpädagogen und Deutschkurse-Erteiler kürzen müssen, weil das Geld nciht reicht. Wenn momentan 200 Flüchtlinge jeden  Tag nach Hamburg kommen (und die Zahl wird bei gleichen Anreizen wachsen) wird man kaum eine entsprechende Anzahl an Wohnraum so schnell bauen können – die Kinder der Sozialarbeiter brauchen eines Tages übrigens auch preiswerten Wohnraum und konkurieren mit den Flüchtlingen.

    Hamburg gibt momentan 15000 EUR pro FLüchtling und Jahr aus – für dieses Geld könnte man den echten Kriegsflüchtlingen vor Ort eine ungleich luxuriöses Leben garantieren, was dann auch bei weit mehr Menschen  ankommt. Aber wirtschaftliches Denken, wie man bestehende Recourcen und Mittel weltweit optimal einsetz, ist ja tabu, solange die heisigen Industrien (Sizial, Container etc.) ihren Reibach machen.

     

    • WilhelmsburgOnline.de  sagt:

      @Johann Humburg: Du stellst es so dar, als würden sich Sozialeinrichtungen wie Fördern und Wohnen oder das DRK bereichern an der Not der Flüchtlinge und sich die Hände reiben, weil andere um ihre Existenz fürchten müssen. Dieser Darstellung müssen wir entschieden widersprechen. Nach allem, was wir von Mitarbeitern dieser Stellen und freiwilligen Helfern aus dem Staddteil erfahren haben, kämpfen diejenigen, die Flüchtlinge versorgen, mit dramatischer Überlastung. Wenn du ernsthaft glaubst, dass jemand ungerechtfertigt mehr Geld verdient, weil mehr Flüchtlinge kommen, dann belege das bitte. Ansonsten halte dich mit Verleumdungen zurück gegen Menschen, die helfen und die, die Hilfe brauchen.

      Darüber hinaus bitten wir zur Kenntnis zu nehmen, dass die Aufnahme von Flüchtlingen gesetzliche Pflicht ist. Das Grundgesetz schreibt es vor, die Menschenrechte verlangen es. Wer meint, Deutschland oder Hamburg sollte Flüchtlinge abweisen, vertritt eine Meinung, die weder mit den Werten der Aufklärung noch mit unserer Verfassung vereinbar ist. Wer glaubt, auf die sogenannte abendländische Kultur stolz sein zu können, sollte auch diese Errungenschaften im Kopf behalten.

      Wir dulden hier keine Beleidigungen, persönliche Angriffe oder Diskriminierung von einzelnen Menschen oder Gruppen. Aus diesem Grund sind auch deine beiden folgenden Kommentare gelöscht worden. Wenn du mit diesen Regeln nicht umgehen kannst, suche dir eine andere Plattform.

      • JohannHumburg  sagt:

        Sorry, aber das Grundgesetz regelt lediglich, wer hier Asyl erhalten kann. Und wessen Asylantrag abgelehnt wurde und er alle Rechtsmittel ausgeschöpft hat, dann hat dieser Mensch nach unserem Gesetz dieses Land zu verlassen.

        Die Mehrheit der Menschen in den Erstaufnahmestellen sind KEINE Kriegsflüchtlinge, sondern Wirtschaftsflüchtlinge, welche zum grossen Teil aus sicheren Drittstaaten stammen – etwa aus den Balkanländern, welche momentan EU-Anwärterstaaten sind, oder aus sicheren Ländern Afrikas wie etwa Ghana. 

        Wenn man diese Sachverhalte feststellt, dann hat das nichts mit Diskriminierung einzelner Menschen oder Gruppen zu tun.,

         

        • WilhelmsburgOnline.de  sagt:

          Noch einmal: Die Unterkunft an der Dratelnstraße ist eine Erstaufnahmestelle. Hier werden Menschen versorgt, über deren Asylantrag noch nicht entschieden worden ist. Es ist also gar nicht möglich, vorab zu beurteilen, ob sich dort Menschen aufhalten, die keinen Anspruch auf Schutz haben. Es sei denn, du weißt mehr als die Behörden, die das prüfen und entscheiden – in dem Fall wären wir auf entsprechende Nachweise gespannt.

    • Birte  sagt:

      "Echten Kriegsflüchtlingen in ihrer Heimat ein luxuriöses Leben…."

      Es sind Kriegsflüchtlinge, die ihre nackte Haut retten konnten, die in ihrer Heimat gar nicht mehr leben können. Die zum Teil ein gutes Leben geführt haben, als Rechtsanwälte, Ärzte etc. Ich habe einige von ihnen eben gesehen und mir graust bei solchen Äußerungen. Kein Mensch lässt alles zurück, nur um hier ein paar Euro zu kassieren.

      • kein plan  sagt:

        Ganz mal ehrlich an der Georg-Wilhelm-Str. sind nicht nur Kriegsflüchtlinge untergebracht. Dort sind auch zum bsp. Albaner, Bulgaren usw. Seit wann gibt es in Bulgarien, Rumänien und Albanien Krieg? Ich hab nichts dagegen das diese Menschen aufgenommen werden, aber dort sind sogar unter anderem Menschen die die Deutsche Sprache beherrschen. Lieber Kriegsflüchtlinge aufnehmen die es wirklich sehr sehr notwendig haben!!!

  • Geheim  sagt:

    Ehrlich sollen sie die in bergedorf Blankenese und so unter bringen. Ich fühle mich in mein Stadtteil auch nicht mehr sicher. Sorry die sorglich arm dran sind okay. Aber die es nur auf die Wirtschaft anlegen weil man hier alles bekommt nein danke. 

    Kriege ok. 

     

     

  • […] in der Aula der Elbschule. wetterspiegel.de (Neumann), ndr.de, abendblatt.de (Jenfeld), wilhelmsburgonline.de (Wilhelmsburg), hamburg.de […]

  • […] gegeben werden." Ob das zur Beruhigung beiträgt, ist fraglich. Auch im Süden, in Wilhelmsburg, sind derzeit einige kritische Stimmen zu hören. Hier wurden die Kapazitäten […]

  • Lutz Cassel  sagt:

    Tja liebe Leute,

    es ist schon erschreckend, wie sehr man falsch verstanden oder wiedergegeben werden kann. 
    Der letzte Satz der mit zugeschrieben wird, "so viele Flüchtlinge sind schlecht für Wilhelmsburg" ist falsch wiedergegeben. Das habe ich so niemals gesagt!
    Ich habe gesagt, dass es nicht hinnehmbar ist, noch mehr Flüchtlinge in der Dratelnstraße unterzubringen, ohne dass die ohnehin schon an der persönlichen Überlastung stehenden Helfer, die freiwilligen und die hauptamtlichen,  entlastet werden. Solange diesen, unter Anderem vor den Mörderbanden der IS geflohenen Menschen, und hier besonders auch den Minderjährigen, nicht professionelle Hilfe in ausreichender Zahl zur Seite stellt oder stellen kann, solange ist eine Erstaufnahmeeinrichtung dieser Größenordnung nicht gut. Weiter habe ich gesagt: Die Leistung des Vereins "Die Insel Hilft" ist großartig und bewundernswert, aber es ist nicht genug, den Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf, einen Schlafplatz, etwas zu Essen und Warme Kleidung zu geben. Grundsätzlich ist auch eine Unterbringung in Zelten für diese geschundenen Menschen inakzeptabel, und wir können froh sein, dass wir Sommer mit vergleichsweise moderaten Temperaturen haben.
    @ JohannHumburg. Deine Kommentierung ist überflüssig, wie ein Kropf. Eine so reiche Stadt wie Hamburg muß es sich leisten können, vor Mord und Totschlag fliehenden Menschen bestmöglich zu helfen. Das ist auch im Grundgesetz und in den Menschenrechten manifestiert. Da darf Geld keine Rolle spielen, und denen Bereicherungsabsicht zu unterstellen, die sich den nämlichen bis zum Kragen aufreißen um zu Helfen,  ist infam. Ich für meinen Teil bin nach wie vor froh und auch ein bischen Stolz darauf in einem Stadtteil wie Wilhelmsburg zu wohnen, der geprägt durch seine multikulturelle Struktur eine so gute Willkommenskultur hat. 
    Ich habe aber Befürchtungen, dass diese Offenheit und Hilfsbereitschaft vom Senat langfristig zum Nachteil der Willkommenskultur  misbraucht werden könnte.

  • Arne Kowalewski  sagt:

    Sehr geehrter Herr Cassel, Infam ist, wenn Leute wie Sie von einer "reichen Stadt" wie Hamburg fasseln. Hamburg ist hochgradig verschuldet, unsere Kindeskinder werden an den Schulden noch abzahlen müssen – übrigens wie andere Bundesländer auch, und insbesondere auch der Bund.  Erstaunlicherweise werden solche Klopper an angeblichen reichen Städten von Leuten gebracht, welche selbst von Lohnersatzleistungen leben, welche andere Menschen durch ihre Steuer bezahlen. Wenn die "Helfer" – etwa von "DIe Insel hilft" – keine Bereicherungsabsicht haben, dann sollen sie auf die 200 000 EUR an Steuergeld verzichten, die sie dem Andy Grothe aus den Rippen geleihert haben-, Und was Willkommenskultur angeht: diese gibt es nur bei Vertretern der Sozialindustrie – bei denen die fetten Budgets der Sozialbehörde (allein 300  Millionen in diesem Jahr) tatsächlich hochwillkommen sind  . Die normalen Leute auf der Strasse – die stumme Mehrheit – hat die Faxen dicke. Aber vielleicht soll es auch so sein: jeder "Flüchtling" mehr bedeutet mehr Druck im Kessel – und je mehr Druck, umso mehr Erfolg für alternative Parteien bei künftigen Wahlen.

    • WilhelmsburgOnline.de  sagt:

      Auch wenn es ermüdend ist, sich wiederholen zu müssen:
      Nach allem, was wir von Mitarbeitern dieser Stellen und freiwilligen Helfern aus dem Staddteil erfahren haben, kämpfen diejenigen, die Flüchtlinge versorgen, mit dramatischer Überlastung. Wer ernsthaft glaubt, dass jemand ungerechtfertigt mehr Geld verdient, weil mehr Flüchtlinge kommen, möge das bitte belegen. Dasselbe gilt für die Zuwendungen aus dem Bezirk, die „Die Insel hilft“ erhält – wer diese Entscheidung für ungerechtfertigt hält, soll bitte Argumente bringen und sich ansonsten zurückhalten mit Verleumdungen gegen Menschen, die helfen und die, die Hilfe brauchen.

    • Diana Ennet, 1. Vorsitzende, Die Insel Hilft e.V.  sagt:

      Hallo, Herr Kowaljewski,
      ich rücke da mal eine Zahl gerade, von der Sie schreiben:
      Also, die Stadt Hamburg hat Wilhelmsburg 30.000,00 Euro- nicht 200.000,00 Euro – zur Verfügung gestellt. Seit Ende Juni 2015 steht das Geld ausschließlich für Ehrenamtsschulungen und Ehrenamtsweiterbildungen bereit und wird von der BI-Elbinseln verwaltet. Jede und Jeder, der sich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchte, ob im Verein „Die Insel Hilft e.V.“ oder anderswo, hat die Möglichkeit, sich über die Koordinatorin Maike Grünwaldt unter gruenwaldt@bi-elbinseln.de , die aus diesem 30.000,00 Euro-Topf ebenfalls bezahlt wird, zu melden und sich beraten zu lassen, welchen Charakter die Schulung haben sollte. Denn das hängt stark von der Art der Flüchtlingsarbeit ab, die der- oder diejenige machen möchte. Das jeweilige Zertifikat hilft nicht nur bei der professionellen freiwilligen Arbeit mit Flüchtlingen, sondern ist auch ein positives Signal bei zukünftigen Bewerbungen, sofern vorgesehen. Von daher können wir – Die Insel Hilft – diese Qualifizierungen nur begrüßen, sie bringen einen Mehrwert für alle.
      Und um noch ein paar Zahlen einzubringen: Die wunderbaren Menschen, die sich mit und ohne Verein engagieren, machen das alle ehrenamtlich, sie bekommen bisher noch nicht einmal Entschädigungen für ihre eigenen Aufwendungen, die Ihnen bei der ehrenamtlichen Arbeit entstehen. Es sind Helferinnen und Helfer dabei, die 5, 20 und sogar 40 Stunden pro Woche für die Flüchtlingsarbeit ehrenamtlich aktiv sind und so mancher steckt noch eigenes Geld rein, als das er welches bekommt.
      Bitte erkundigen Sie sich vor ihrem nächsten Kommentar besser, um Anschuldigungen im Vorfeld vermeiden zu können.

  • Arne Kowalewski  sagt:

    Sehr geehrte Frau Ennet, wir haben offenbar ein Missverständnis miteinander: ich meinte die 200 000 EUR, welche der Bezirksamtsleiter Herr Andy Grothe dem Verein "Die Insel Hilft e.V." während der Veranstaltung im Bürgerhaus Wilhelmsburg im Mai 2014 anlässlich der Neueinrichtung der Erstaufnahmestelle Karl-Arnold-Ring vor etwa 450 anwesenden Personen aus Wilhelmsburg öffentlich mündlich zugesagt hat, nachdem Frau Kesbana Klein als Mitbegründerin dieses Vereins um eben diese finanzielle Unterstützung am Ende der Veranstaltung gebeten hat.  Herr Andy Grothe ist ein ehrenwerter und kluger Mann, der wohl kaum diesen Betrag öffentlich vor so vielen Vertretern WIlhelmsburgs in den Mund nimmt – und anschliessend zu seinem Wort nicht steht.

    Interessant finde ich, dass der Träger BI-ELBINSELN sich an die städtischen Budgettöpfe in Zusammenhang mit Flüchtlingen  angekoppelt hat – und dank Ihrer Darstellung wissen wir nun, dass dort offenbar weitere 30 000 EUR ausgeschüttet wurden. Vielen Dank im Namen der hiesigen Öffentlichkeit nfür diese interessante Neuigkeit. Ein wenig verwundert bin ich schon, denn eigentlich ist ja der Geschäftszweck des Trägers BI WILHELMSBURG, hier auf der Elbinsel die Jugendlichen bei der Berufsqualifikation für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Ich staune über den Erfinungsreichtum, wenn es darum geht, öffentliche Töpfe anzuzapfen. Da muss man doch erst einmal auf den Gedanken kommen, dass man eine Ausbildung mit "Zertifikat" haben muss, um als Ehrenamtlicher den Flüchtligen zu helfen. Dieser Idee aus Absurdistan wird noch die Korne aufgesetzt, indem dazu laut Ihrer Info auch noch "Fortbildungskurse" on Top angeboten werden. Und sicher glauben Sie auch selbst, dass so ein Zertifikat eine berufsqualifizierende Massnahme für den ersten Arbeitsmarkt sein kann…. Ich stelle mir gerade bildlich vor, dass jemand so ein "Zertifikat" seinem Lebenslauf in die Bewerbungsunterlagen beifügt und die Reaktion eines Personalchefs aus der freien Wirtschaft auf dieses Dokument…  

     

  • Arne Kowalewski  sagt:

    ..kleine Korrektur: diese Veranstaltung im Bürgerhaus fand nicht im Mai 2014, sondern im September 2014 statt

  • Gaby  sagt:

    WIlhelmsburg sollte noch mehr an Willkommenskultur zeigen ! Daß Flüchtlinge in Zelten unterkommen müssen, das geht gar nicht. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, Flüchtlinge bei uns menschenwürdig unterzubrigen: warum beispielswiese wird das Freizeithaus Kirchdorf-Süd nicht als Flüchtlingesunterkunft genutzt ? Auch die Honigfabrik könnte mehrere Flüchtlingsfamilien in ihren Räumen unterbringen. Ebenfalls bei Vericom ist noch Platz: in Zeiten von Internet und Smartphone könnte man alle Mitarbeiter von Vericome "home-based" unterbringen. Home Offices sind heutzutage sehr modern, und die Räume von Vericom etwa in der Thielenstrasse könnte man dazu nutzen, mehrere Flüchtlingsfamilien mit Kindern dort unterzubringen, ebenfalls die Räume, die auf der Vericom-Internetseite zur Raumvermietung angeboten werden. Auch die evangelische Kirche hier auf der Elbinsel hat noch Kapazitäten: zwei Kirchen – die Kreuzkirche und St. Raphael – sind in heutigen Zeiten angesichts der Mitgliederzahlen zu viel. Man könnte das Pfarrhaus an der Raphael-Kirche, auch die Zimmer im Turm – und auch die Veranstaltungsräume in der Jungnickelstrasse (dort wo die Veranstaltgungen mit Konfirmanden stattfinden)  als Flüchtlingsunterkünfte nutzen. Auch viele soziale Beratungseinrichtungen in Wilhelmsburg könnte man auf Home-Office umswitchen und die angemieteten Räume dieser Einrichtungen für Flüchtlinge zur Verfügung stellen.

    Wir dürfen nicht vergessen, was die Flüchtlinge erdulden mußten, um hier in Hamburg einen sicheren Zufluchtsort zu finden. Viele haben eine lebensgefährliche Überfahrt über das Mittelmeer, wie die Flüchtlinge aus Kosovo oder aus Serbien. Viele sind traumatisiert von Kriegserlebnissen in ihrer Heimat, wie etwa in Ghana, Mazedonien oder Bosnien-Herzegovina.

  • Kesbana Klein  sagt:

    Seit Monaten hetzen Sie online und anonym gegen die Flüchtlingshilfe in Wilhelmsburg mal als "Arne Kowalewski" , mal als "Alt Wilhelmsburger" oder "Alt Kirchdorfer". Ich kann  nicht nachvollziehen, warum Sie solche Verleumdungen veröffentlichen. Versuchen Sie mit Dreck zu werfen in der Hoffnung, dass etwas kleben bleibt? Warum können Sie es nicht ertragen, wenn Ihre Nachbarn einfach aus humanitären Gründen helfen und reagieren darauf mit übler Nachrede?

    Herr Grote hat auf der von Ihnen erwähnten Veranstaltung von 400.000,- € Unterstützung für ganz Hamburg gesprochen. Sofort danach sagte er auch, dass diese Summe auf die sieben Hamburger Bezirke aufgeteilt werden sollen. Von dem Anteil, der für Mitte bleibt (ca. 1/7!) soll Wilhelmsburg mit ca. der Hälfte unterstützt werden. Sie haben einfach den Teil mit der Verteilung auf die sieben Bezirke weggelassen und behaupten seit Monaten, dass "Die Insel hilft"  200.000,- €   erhalten hat. Das ist nicht wahr und das hat Herr Grote auch nicht auf der von Ihnen erwähnten Veranstaltung gesagt. Für Wilhelmsburg bleiben 30.000,- €. Mehr nicht. Dieses Geld wird sehr bedacht für die Koordination und Fortbildung von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern eingesetzt. Beides essentiell für die Betreuung von Ehrenamtlichen, die hier Enormes leisten und es wirklich nicht verdient haben, von Menschen wie Ihnen diffamiert zu werden.

     

    Zitat aus einem Artikel von Wilhelmsburg Online vom 23.10.15: „Um die Bezirke zu unterstützen, will Hamburg nun ein Budget von 400.000 Euro bereitstellen. Das Geld wird je nach Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge auf die sieben Bezirksämter verteilt, erläuterte Andy Grote im Gespräch mit WilhelmsburgOnline.de. Vom Anteil, den der Bezirk Mitte abbekommt, soll etwa die Hälfte aufgewendet werden, um Bürgerinnen und Bürger aus Wilhelmsburg in ihrem ehrenamtlichen Engagement zu unterstützen. In welcher Form das geschehen soll, stehe noch nicht fest, sagt Andy Grote.“ http://www.wilhelmsburgonline.de/2014/10/fluechtlingshilfe-bringt-behoerden-an-ihre-grenzen/

     

     

     

     

  • Arne Kowalewski  sagt:

    Sehr geehrte Kesbana Klein, warum bleiben Sie nicht bei der Wahrheit ? Denn es mögen nur wenige Menschen wilhelmsburgonline,de lesen, aber über 450 Menschen waren bei der Veranstaltung im Bürgerhaus als Zeugen bei der Veranstaltung dabei. Anders als Sie hier darstellen und mit dem Link belegen wollen, war damals keinesfalls die Rede davon, dass die 400 000 EUR im Topf für Initiativen a la "Die Insel hilft" vorgehalten hat, nicht nur für den Bezirk sondern für die gesamte Stadt und nach dem Schlüssel der Flüchtlingsköpfe in den 7 Bezirken verteilt werden sollte. Statt dessen war explizit die Rede davon, dass die Hälfte davon – ergo 200 000 EUR – auf die Elbinsel zur Unterstützung Ihres neuen Vereins "die Insel hilft" fliessen sollen, diese konkreten Zahlen (immerhin bestreiten Sie hier nicht die Zahl 400 000 EUR und aus anderen Quellen als dieser Veranstaltung habe ich sie nicht)  hat sich kein Zuhörer – auch ich nicht – ausgedacht, sondern diese Zahl wurde vom Bezirksamtsleiter explizit  in den Raum gestellt.

    Es mag sein, dass er hinterher seine Worte bereut hat, und dass dieser Topf nicht nur für den Bezirk Mitte (und diesen Eindruck hat er zumindest erweckt) gedacht war, sondern für ganz Hamburg. Und dass es hinterher hinter den Kulissen zu Verteilungskämpfen zwischen allen 7 Bezirken gekommen ist. Wenn das so wäre, dann war es absolut unverantwortlich von allen anwesenden SPD-Politikern (auch von Ihnen wie auch von Andy Grote), überhaupt Zahlen in den Raum zu werfen. Vielleicht stand dahinter politisches Kalkül, dass man den WIlhelmsburgern als Entgegenkommen für die problemlose Akzeptanz von gleich zwei neuen Erstaufnahmestellen (nämlich Karl-Arnold-Rind und Drattelnstrasse) hier im Stadtteil schmackhaft und zur Ruhigstellung einen Bonbon in Aussicht gestellt hat. In einem solchen Falle muss ich dann allerdings die Adjektive "klug" und "ehrenwert" bei der Person des Bezirksamtsleiters revidieren.

  • Arne Kowalewski  sagt:

    Sehr geehrte Frau Kesbana Klein, habe noch eine Nachfrage. Bei der Veranstaltung haben Sie und Ihr Vereinskollege wiederholt an Andy Grote appeliert, dass Sie den ehrenamtlichen Helfern deren Unkosten erstatten lassen wollen, insbesondere wurden die HVV-Fahrkarten zur Anreise zur Kleiderkammer von Ihnen angesprochen. Mir kam das bereits bei der Veranstaltung komisch vor, denn für 200 000 EUR könnte man (bei 52,60 EUR pro Monatskarte für 2 Tarifzonen auf der Elbinsel)  über 3800 Monatskarten erwerben. Deshalb haben ich und meine Begleiterinnen uns bereits bei der Veranstaltung gefragt, was denn sonst noch für die Hälfte der 400 000 EUR (ergo der 200 000 EUR) durch Ihren Verein als Kostenfaktor getragen werden soll.

    Nun haben wir dank der Diskussion hier geklärt, dass aus diesem Budget lediglich 30 000 EUR nach Wilhelmsburg kommen.

    Trotzdem verstehe ich eines nicht: warum wird dieser Betrag für dubiose "Schulungen mit Zertifikat für Ehreamtliche, die Flüchtlingen helfen wollen" ausgegeben ? Wieso landet dieses Geld bei BI ELBINSELN (wie die Geschäftsführerin von "DIe Insel Hilft" e.V." hier darstellt) statt bei Flüchtlingsinitiativen wie "Die Insel hilft e.V." ? Werden dei HVV-Fahrscheine, welche ehrenamtliche Helfer zur Anreise zur Kleiderkammer geplant waren doch nicht benötigt ?

    Für mich als Beobachter ausserhalb ders erwähnten Vereins und des erwähnten Trägers ist es nicht nachvollziehbar – und sicherlich interessiert es auch andere Wilhelmsburger.

    Ich weiss, dass diese Fragen für Sie unbequem sind und Sie diese Fragen gerne als "Diffarmierungen" oder "Hetze" abtun möchten und gerne löschen lassen würden. Aber zur Demokratie und zur freien Presse gehört, dass man sich als Politiker solche Fragen nicht nur gefallen lassen muss, sondern diese auch den Bürgern beantworten sollte. Schlieslich geht es hier um unsere Steuergelder. Übrigens: Hamburg hat ein Transparentgesetz. Nach diesem Gesetz sind nicht nur Behörden, sondern auch städtische Institutionen – also solche, welche überweigend durch Steuermittel finanziert werden – zur Auskunft verpflichtet. Was mich zur weiteren Fragen bringt:

    Wo kann der mündige Bürger die Bilanzen, Einnahme- und Ausgabe-Listen und die Verwendungsnachweise für das bewilligte Steuergeld von "die Insel hilft e.V." und auch voin BI ELBINSEL nachlesen ? Da gibt es sicherlich Links im Internet und Sie als Bezirkssabgeordnete der SPD können diese sicherlich in Erfarhung bringen und  diese angeben.

  • Jan Richter  sagt:

    Fände ich auch mal Interessant @ Arne

  • Detlef Schrader  sagt:

    Der verehrte Zeitgenosse Arne Kowalwski mag sich beruhigen und zur Kenntnis nehmen: Die „abgezapften“ € 30.000 „aus den städtischen Budgettöpfen“ führen mit Sicherheit zu keinen Reichtümern bei einem Mitglied der „Sozialindustrie“, hier die besagte „BI Beruf und Integration Elbinseln gGmbH“, die tatsächlich sehr kurzfristig Unterstützungsleistungen für die Ehrenamtlichen der „Die Insel hilft“ durchführt. Der Hr. Kowalewski möge genauer über diesen Träger recherchieren. Die BI Elbinseln führt Berufsausbildung durch – ist aber in weitaus mehr Arbeitsbereichen tätig.
    Hr. Kowalewski kann als besorgter Steuerzahler unbesorgt sein. Subventionsbetrug ist nicht möglich; über jeden Cent aus öffentlichen Mitteln muss Rechenschaft abgelegt werden nachgewiesen werden: warum, weshalb, wieso. Der Rest geht zurück. Und das Finanzamt passt bei einem gemeinnützigen Träger höllisch auf, dass keine Reichtümer angesammelt werden.
    Im Übrigen stellt sich mir die Frage, welche Botschaft hat Hr. Kowalewski denn eigentlich nun wirklich?

schreibe was dazu

diese HTML Tags und Attribute können verwendet werden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>